Spanten und Trassenbretter: welche Stärke, welcher Abstand?

15.08.2026 22:27
#1
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Servus,

die Wendel ist berechnet, jetzt geht es an den Unterbau des sichtbaren Teils. Offene Rahmenbauweise ist klar, bei einer Gebirgsanlage geht das gar nicht anders. Der lange Schenkel misst 4,20 x 0,80 m.

Beruflich baue ich Dachstühle, da denke ich in Balken. Bei der Anlage fehlt mir das Gefühl für die Größenordnung:

  • Welche Materialstärke für Rahmen und Spanten?
  • Welcher Spantenabstand, damit die Trasse nicht durchhängt?
  • Trassenbrett 8 oder 10 mm?


Ich will weder einen Panzer bauen noch nach zwei Jahren Wellen in der Strecke haben.

Servus, Martin

Gebirgsanlage H0 · Epoche V · Viadukte im Bau


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16.08.2026 00:02
#2
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Hallo Martin,

als Schreiner mit derselben Sorte Anlage:

Rahmen aus 16 mm Sperrholzstreifen, 10 cm hoch, hochkant. Das ist steifer und verzieht sich weniger als jede Latte. Spanten aus 10 oder 12 mm, Abstand 35 bis 40 cm. Trassen aus 10 mm Sperrholz, auf jeder Seite 2 cm breiter als das Gleis.

Die Trasse liegt nicht direkt auf den Spanten, sondern auf kleinen Stützbrettchen, die seitlich an den Spant kommen. Die Trassenstützen nur schrauben, nicht leimen. Dann kannst du jede Höhe später um ein paar Millimeter korrigieren.

Gruß, Bernd

Schwarzwaldbahn in H0 · Kehrtunnel im Bau


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16.08.2026 00:20
#3
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Zwei Ergänzungen aus der Tischlerei:

Bohr die Kabeldurchführungen in die Spanten, bevor du sie einbaust. Zwei Löcher mit 30 mm je Spant, alle auf gleicher Höhe. Im fertigen Rahmen kommst du mit der Bohrmaschine nicht mehr gerade hin.

Und streich das Holz vor dem Zusammenbau einmal rundum mit verdünntem Lack oder Grundierung, auch die Schnittkanten. Später kommen Gips, Leimwasser und Sprühnebel dazu, unbehandeltes Sperrholz zieht das und arbeitet.

Den Rahmen selbst würde ich im Gegensatz zu den Stützen leimen und schrauben.

Micha

Module verbinden – Menschen auch.


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16.08.2026 07:21
#4
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Aus Sicht der Trassierung: Am Beginn und Ende jeder Steigung brauchst du eine Ausrundung, sonst hebt die Lok vorn ab oder die Kupplungen hängen aus.

Das löst das Trassenbrett fast von selbst, wenn du es nicht am Knick stückelst. Lass ein langes Brett über den Steigungswechsel durchlaufen und zwing es nur an den Stützen auf Höhe. Sperrholz biegt sich dann zu einem sauberen Übergang.

Und keine Weiche in einen Neigungswechsel legen, niemals.

Tom

Erst planen, dann sägen.


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16.08.2026 14:09
#5
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Zitat von Schwarzwaldbahner
Die Trassenstützen nur schrauben, nicht leimen.



Das war der Satz, den ich gebraucht habe. Am Dachstuhl wird nichts nachjustiert, da sitzt es oder es sitzt nicht. Hier ist Nachstellen offenbar Teil des Konzepts.

Material ist bestellt: 16 mm für den Rahmen, 12 mm für die Spanten, 10 mm für die Trassen. Michas Löcher bohre ich im Stapel, alle Spanten auf einmal. Bericht folgt, wenn der Rahmen steht.

Servus, Martin

Gebirgsanlage H0 · Epoche V · Viadukte im Bau


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