Resin-Druck: Stützen hinterlassen Pickel auf der Sichtseite

22.08.2026 21:50
#1
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Hallo zusammen,

für meine Regalanlage drucke ich seit dem Frühjahr Kleinteile in Resin, aktuell Bahnsteigbänke, Lampenmasten und Stützen für ein Bahnsteigdach in Spur N. Die Details kommen gut, aber nach dem Entfernen der Stützstrukturen bleiben kleine Pickel zurück oder, schlimmer, Krater, wenn ein Stück Oberfläche mit abreißt. Bei einer Bank von 9 mm Länge ist jeder Pickel riesig.

Meine Einstellungen: Schichthöhe 0,03 mm, automatische Stützen in der Stufe „mittel“, Teile flach aufs Druckbett gelegt. Die Stützen entferne ich nach dem Aushärten mit dem Seitenschneider.

Was mache ich falsch: Einstellungen, Ausrichtung oder Nachbearbeitung?

Viele Grüße, Nadine

Spur N · Epoche IV/V · wenig Platz, viel Strecke


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22.08.2026 23:03
#2
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Hi Nadine,

alle drei ein bisschen :) Aber alles leicht zu beheben.

1. Ausrichtung: Teile nicht flach legen, sondern um 30 bis 45 Grad kippen und so drehen, dass die Stützen auf der Unter- oder Rückseite landen. Bei der Bank zeigt die Sitzfläche vom Druckbett weg.

2. Stützen: Automatik aus, von Hand setzen. Den Durchmesser der Kontaktpunkte auf 0,2 bis 0,25 mm verkleinern und dafür mehr Stützen setzen. Viele dünne halten besser als wenige dicke.

3. Reihenfolge: Stützen vor dem Nachhärten entfernen. Nach dem Waschen die Teile eine Minute in etwa 50 Grad warmes Wasser legen, dann lassen sich die Stützen mit den Fingern abziehen und reißen keine Krater. Erst danach unter die UV-Lampe.

Punkt 3 bringt am meisten.

Nils

Druckt, was es nicht zu kaufen gibt.


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23.08.2026 13:16
#3
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Und was trotzdem bleibt, schleifst du nass mit einem 1000er Schleifschwamm weg, mit ganz wenig Druck. Danach dünn grundieren: Die Grundierung zeigt gnadenlos, wo noch ein Pickel sitzt, und man kann gezielt nacharbeiten.

Gerade in Spur N lohnt der zweite Blick. Auf Makrofotos sieht man später alles, auch das, was man mit bloßem Auge für erledigt hielt.

LG Lisa

Patina statt Plastikglanz.


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24.08.2026 07:53
#4
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Ich drucke Signal- und Lampenmasten für H0 und kann Nils nur bestätigen.

Zusatz für lange, dünne Teile: Masten senkrecht oder nur leicht geneigt drucken. Liegend gedruckt biegen sie sich beim Härten zur Banane.

Und wer Masten beleuchten will: den Kanal für den Draht gleich mitkonstruieren, 0,6 mm reichen für Kupferlackdraht, und nach dem Waschen sofort mit einem Stück Draht durchstoßen. Härtet darin ein Rest Harz aus, ist der Mast nur noch Dekoration.

Gruß, Andreas

Rot heißt Halt – auch im Hobbykeller.


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25.08.2026 07:47
#5
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Rückmeldung nach dem Wochenende: Bank um 40 Grad gekippt, Kontaktpunkte mit 0,2 mm von Hand gesetzt, Stützen im warmen Wasser abgezogen. Ergebnis: zwölf Bänke, kein einziger Krater. Auf der Unterseite bleiben winzige Punkte, die im Regal niemand sieht.

Nur bei den Lampenmasten ist mir einer beim Abziehen gebrochen. Mit 0,5 mm Durchmesser waren die wohl zu dünn?

Viele Grüße, Nadine

Spur N · Epoche IV/V · wenig Platz, viel Strecke


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25.08.2026 08:57
#6
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0,5 mm in Resin ist mutig :D

Für Spur N würde ich den Mast auf 0,7 mm aufdicken oder gleich ein Messingröhrchen nehmen und nur Lampenkopf und Sockel drucken. Das sieht feiner aus und überlebt auch die Begegnung mit dem Staubsauger.

Druckt, was es nicht zu kaufen gibt.


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