Nutzlänge im Kreuzungsbahnhof – wie lang müssen die Gleise wirklich sein?

03.09.2026 21:40
#1
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Hallo ihr Lieben,

ich plane für meine H0m-Anlage einen kleinen Kreuzungsbahnhof nach Schweizer Vorbild: zwei Gleise, ein Stumpfgleis für den Güterschuppen, Stationsgebäude aus Holz. Das Segment ist 2,60 m lang.

Meine Züge bestehen aus einer vierachsigen Ellok und fünf Personenwagen, das sind zusammen rund 1,20 m. Im Entwurf haben beide Bahnhofsgleise 1,10 m Nutzlänge, mehr bekomme ich zwischen den Weichen kaum hin, wenn die Einfahrten nicht direkt an der Segmentkante liegen sollen.

Muss ich wirklich einen Wagen aus dem Zug nehmen? Oder gibt es einen Trick?

Liebe Grüße vom Bodensee, Anna

Schmalspur H0m · Bahnreisen in die Berge


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04.09.2026 09:10
#2
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Hallo Anna,

Nutzlänge heißt: von Grenzzeichen zu Grenzzeichen, nicht von Weichenspitze zu Weichenspitze. Rechne für einen entspannten Betrieb mit Zuglänge plus 10 %, bei dir also gut 1,30 m.

Der Trick: Es müssen nicht beide Gleise gleich lang sein. Wenn du die Weichen an den Enden gegeneinander versetzt, wird das durchgehende Gleis länger und das Ausweichgleis kürzer. Dazu schlanke Bogenweichen in die Einfahrkurve legen, dann beginnt der Bahnhof schon im Bogen.

Ob ein langes und ein kurzes Gleis betrieblich reichen, kann Uwe sicher besser erklären.

Tom

Erst planen, dann sägen.


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04.09.2026 09:28
#3
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Kann er :)

Beim Vorbild kommt das ständig vor. Bei einer Kreuzung muss nur ein Zug vollständig ins Kreuzungsgleis passen. Der kürzere fährt zuerst ein und bleibt grenzzeichenfrei stehen. Danach bekommt der längere die Durchfahrt auf dem anderen Gleis und muss gar nicht halten.

Was dann nicht geht: zwei lange Züge gleichzeitig kreuzen lassen. Das ist aber eine Aufgabe für den Fahrplan, nicht für die Säge.

Gruß, Uwe

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05.09.2026 09:11
#4
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Das kann ich aus dem Dienst bestätigen. Auf der Schmalspur waren die Kreuzungsgleise fast überall zu kurz für die langen Sommerzüge. Dann hieß es eben: Der Kurze wartet, der Lange fährt durch. Und wenn doch einmal zwei Lange aufeinandertrafen, wurde gesägt – ein Stück vor, zurück ins andere Gleis, wieder vor. Hat gedauert, und die Fahrgäste hatten etwas zu gucken.

Im Modell ist so eine Sägefahrt übrigens ein schönes Betriebsspiel.

Karl

H0e und H0m · Harzer Schmalspur seit Jahrzehnten


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05.09.2026 09:38
#5
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Wie schön, dann bleibt der Zug ganz!

Ich versetze die Weichen und komme damit auf 1,32 m im durchgehenden Gleis und 1,05 m im Ausweichgleis. Der Regionalzug mit fünf Wagen fährt durch, der kurze Güterzug mit Personenbeförderung wartet. Und Karls Sägefahrt probiere ich bestimmt einmal aus, wenn Besuch da ist.

Vielen Dank euch dreien!

Liebe Grüße, Anna

Schmalspur H0m · Bahnreisen in die Berge


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