Landstraße mit Bahnübergang: Spachtel, Schleifpapier oder gedruckt?

18.09.2026 22:31
#1
avatar

Hi,

auf meinem Endbahnhof kreuzt eine Landstraße die Streckenausfahrt. Unbeschrankter Bahnübergang, Nebenbahn, H0 Zweileiter. Für die Straße schwanke ich zwischen drei Varianten:

  • Spachtelmasse auftragen und glatt schleifen
  • dünnen Karton oder Moosgummi aufkleben und streichen
  • die ganze Fahrbahn samt Übergang konstruieren und drucken


Drucken reizt mich natürlich am meisten, aber eine 40 cm lange Straße aus mehreren Druckteilen hat Fugen, wo keine hingehören. Wie baut ihr Straßen, und wie löst ihr den Bereich zwischen den Schienen?

Nils

Druckt, was es nicht zu kaufen gibt.


 Antworten

 Beitrag melden
18.09.2026 23:59
#2
avatar

Servus Nils,

für Asphalt nehme ich seit Jahren feines Nassschleifpapier, Körnung 600 oder feiner. Das hat von Haus aus die richtige Struktur. In Bahnen aufkleben und mit stark verdünntem Hellgrau überlasieren, denn Asphalt ist grau und nicht schwarz, schwarz ist er nur am Tag der Lieferung.

Flickstellen als dunklere Rechtecke aufmalen, Risse mit einem spitzen Bleistift ziehen. Am Rand ein Bankett aus feinem Sand, sonst schwebt die Straße auf der Landschaft.

Eine Landstraße der Nachkriegszeit war übrigens schmal, rund sechs Meter, im Modell knapp sieben Zentimeter.

Servus, Hans

Schotter, Gras und Farbe – der Rest ist Geduld.


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2026 07:11
#3
avatar

Zum Übergang selbst, damit er nicht nur gut aussieht, sondern auch stimmt:

  • Andreaskreuze auf beiden Seiten rechts der Straße
  • an der Strecke in ausreichendem Abstand vor dem Übergang die Pfeiftafel, damit der Lokführer Achtungssignal gibt
  • das Sichtdreieck frei halten, also keine hohe Hecke direkt an die Ecke pflanzen
  • zwischen und neben den Schienen bei alten Nebenbahn-Übergängen meist Holzbohlen, später Betonplatten


Und im Betrieb: Vor so einem Übergang wird gepfiffen. Wer einen Sounddecoder hat, hat hier seinen festen Einsatz.

Gruß, Uwe

Forenteam · Bitte Suchfunktion nutzen – und immer freundlich bleiben.


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2026 08:08
#4
avatar

In alten Bildbänden über Nebenbahnen fällt mir immer wieder auf, wie unordentlich diese Übergänge waren. Die Fahrbahn zur Schiene hin ausgefranst, eine Pfütze im Schlagloch, Gras in den Bohlenfugen, ein schiefes Andreaskreuz.

Die Pfütze ist rasch gemacht: eine flache Mulde, dunkel ausmalen, ein Tropfen Glanzlack hinein. So ein kleiner Makel macht die Szene erst lebendig.

Herzliche Grüße, Karin

Kleinloks und Nebenbahn-Idylle


 Antworten

 Beitrag melden
19.09.2026 15:32
#5
avatar

Dann wird es eine Mischbauweise. Die Straße entsteht aus Schleifpapier nach Hans, gedruckt wird nur der Bohlenbelag am Übergang. Den habe ich gestern konstruiert: einzelne Bohlen mit Maserung, Spurrillen 1,5 mm breit und tief. Probedruck liegt im Gleis, alle Radsätze rollen frei durch.

Pfeiftafel und Andreaskreuze sind notiert, Uwe. Und Karins Pfütze kommt direkt neben die Bohlen, da wo bei uns im Dorf auch immer eine war.

Danke euch!

Nils

Druckt, was es nicht zu kaufen gibt.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!