Führerstandsmitfahrten als Video: Planungshilfe oder Abendprogramm?
#1
Hallo zusammen,
ich habe eine Angewohnheit, bei der ich nicht weiß, ob sie normal ist: Ich schaue Führerstandsmitfahrten. Stundenlang. Für meine Regalanlage nach Motiven der Höllentalbahn ist das meine wichtigste Quelle geworden.
Ich halte das Video an, sobald etwas Interessantes kommt, und notiere: wo Signale stehen, wie die Stützmauern aussehen, wo der Wald bis ans Gleis reicht und wo Wiese ist. So bekomme ich ein Gefühl für die Abfolge entlang der Strecke, das mir kein einzelnes Foto gibt.
Schaut ihr so etwas auch? Zur Planung oder einfach zur Entspannung? Und welche Art von Mitfahrt gefällt euch am besten – mit Kommentar, mit Musik, nur mit Fahrgeräusch?
Viele Grüße, Nadine
#2
Ich schaue die auch, aber aus einem anderen Grund: Ich fahre meine alten Strecken noch mal ab. Und sitze dann da und sage dem Bildschirm, wo früher das Anschlussgleis lag und welcher Schuppen noch stand. Meine Frau kennt das schon.
Am liebsten sind mir die mit reinem Fahrgeräusch. Musik braucht eine Strecke nicht. Wer einmal gehört hat, wie eine Lok in die Steigung geht, will da keine Geige drüber haben.
Gruß, Karl
#3
Völlig normal, Nadine, und beruflich würde ich sogar sagen: sehr vernünftig. Wer die Signale an der Strecke lesen lernen will, hat mit solchen Videos das beste Übungsmaterial.
Achte mal auf die kleinen Tafeln, die man leicht übersieht: Haltetafeln am Bahnsteig, Geschwindigkeitstafeln vor Bögen, Pfeiftafeln vor Bahnübergängen. Das sind genau die Details, die auf den meisten Anlagen fehlen und die sofort Vorbildnähe bringen.
Für Einsteiger sind Mitfahrten am besten, bei denen der Lokführer oder ein Sprecher die Signale erklärt. Davon gibt es einige, die richtig gut gemacht sind.
Gruß, Uwe
#4
Ich nutze sie zum Messen. Wenn die Geschwindigkeit eingeblendet ist oder man sie abschätzen kann, lässt sich jede Länge ausrechnen: Bei 80 km/h sind es 22 Meter pro Sekunde. Dauert die Fahrt entlang eines Bahnsteigs neun Sekunden, ist er rund 200 Meter lang.
Das Ergebnis ist fast immer dasselbe: Vorbildbahnhöfe sind viel länger, als man denkt, und die Weichenstraßen viel gestreckter. Wer das einmal nachgemessen hat, plant seine Bahnhofseinfahrt anders.
Tom
#5
Bei mir laufen sie im Winter als Kaminfeuer-Ersatz. Eine verschneite Alpenstrecke, zwei Stunden lang, dazu Tee. Ich behaupte, das senkt den Blutdruck.
Besonders schön finde ich Mitfahrten auf derselben Strecke in verschiedenen Jahreszeiten. Dann sieht man erst, wie sehr der Bewuchs das Bild bestimmt: Im Sommer fährt man durch einen grünen Tunnel, im Winter sieht man plötzlich das ganze Tal.
#6
#7
Gibt es, sieht aber ganz anders aus. Bei einer Dampflok hast du den langen Kessel vor der Nase. Nach vorn sieht man nur durch ein kleines Fenster seitlich daran vorbei, deshalb lehnen sich Lokführer und Heizer auch so oft hinaus.
Gute Dampf-Mitfahrten zeigen darum eher, was im Führerhaus passiert: der Blick in die Feuertür, die Hand am Regler, der Heizer bei der Arbeit. Und der Ton ist die halbe Miete. Mach die mal mit Kopfhörern an und schau, ob du danach noch zocken willst.
Glück auf, Holger
- Rund ums Forum
- Neuigkeiten & Ankündigungen
- Fragen & Anregungen zum Forum
- Vorstellungsrunde
- Anlagen & Projekte
- Meine Anlage
- Module & Segmente
- Dioramen & Kleinstanlagen
- Modellbahn nach Spurweiten
- Einsteigerfragen
- Spur H0
- Spur N, TT & Z
- Große Spuren & Gartenbahn
- Technik & Digital
- Digitalsteuerung & Decoder
- Elektrik & Elektronik
- Software & Automatisierung
- Umbauten, Eigenbau & 3D-Druck
- Planung & Bau
- Gleispläne & Anlagenplanung
- Landschaft & Gebäude
- Werkzeug & Material
- Vorbild & Fotografie
- Die große Bahn
- Eisenbahnfotografie
- Bücher, Filme & Links
- Treffpunkt
- Stammtische & Termine
- Plauderecke
- Umfragen
- Suche & Biete
- English Corner
- Welcome to our Forum
Ähnliche Themen
Jetzt anmelden!
Jetzt registrieren!