Grüezi vom Bodensee – Schweizer Schmalspur in H0m
#1
Grüezi mitenand – oder besser: hallo zusammen, ich wohne ja auf der deutschen Seite des Sees.
Ich bin Anna, 37, Reiseverkehrskauffrau aus Konstanz. Beruflich schicke ich andere Leute auf Reisen, privat sitze ich am liebsten selbst im Zug, und zwar in der Schweiz. Albula, Bernina, Oberalp – wenn sich der Zug durch Kehrtunnel den Berg hinaufschraubt, klebe ich am Fenster. Vor zwei Wochen war ich wieder im Engadin, die Lärchen fangen gerade an, gelb zu werden.
Das Fernweh fährt zu Hause in H0m weiter: eine Anlage von 2,00 m mal 0,90 m nach Motiven der Albulastrecke, mit einem Kehrtunnel, einer kleinen Station und einem Viadukt, den ich nur „frei nach Landwasser“ nenne. Maßstäblich wäre das Original nämlich rund 75 cm hoch und über 1,50 m lang, und das bekomme ich meinem Wohnzimmer nicht vermittelt.
Ich schreibe gern Reiseberichte und bringe von jeder Tour Notizen zu Bahnhöfen und Kunstbauten mit. Wenn jemand eine Bahnreise in die Schweiz plant: Fragt mich einfach.
Herzlich, Anna
#2
Willkommen, Anna! Eine Meterspur-Kollegin, das freut den Harzer. H0m fahren hier nicht viele, da müssen wir zusammenhalten.
Die Albulastrecke kenne ich nur als Fahrgast, aber die hat mich als Lokführer beeindruckt: 35 Promille über viele Kilometer und das alles ohne Zahnstange. Auf Reiseberichte freue ich mich.
Karl
#3
Servus Anna, willkommen! Noch jemand mit Viadukt, das wird ja langsam eine eigene Abteilung hier. Meiner ist gerade erst eingebaut.
Wie hast du deinen gebaut, und steht er bei dir in der Geraden oder im Bogen wie das Original?
Martin
#4
Danke euch beiden!
Martin, im Bogen, das musste sein, sonst wäre es nicht einmal „frei nach“. Der Viadukt ist 62 cm lang und 34 cm hoch, mit fünf Bögen in einem Radius von 45 cm. Gebaut ist er aus 30 mm starken Hartschaumplatten: Pfeiler und Bögen mit dem Heißdraht geschnitten, die Steinstruktur mit einem stumpfen Bleistift eingedrückt. Die leicht konischen Pfeiler haben mich drei Anläufe gekostet.
Karl, die 35 Promille habe ich übernommen. Meine Lok schafft damit fünf Wagen, und mehr passen ohnehin nicht in die Station.
#5
Willkommen, Anna, und Gruß aus Freiburg über den Schwarzwald hinweg! Hartschaum mit dem Heißdraht notiere ich mir sofort für meinen eigenen Viadukt.
Und weil du es anbietest: Wir wollen im Frühjahr ein langes Wochenende Bahn fahren, am liebsten mit viel Aussicht. Hast du einen Tipp für zwei, drei Tage ab Konstanz?
Nadine
#6
Sehr gern, Nadine! Für drei Tage würde ich über Chur ins Engadin fahren, die Albulastrecke am Vormittag, wenn das Licht in den Kehren am schönsten ist, und am zweiten Tag über den Berninapass bis hinunter ins Puschlav. Auf der Rückfahrt sitzt du dann auf der anderen Seite und siehst alles noch einmal neu.
Ich schreibe dir dazu einen eigenen Beitrag in der Plauderecke, mit Sitzplatzempfehlung. Die richtige Fensterseite ist bei dieser Strecke nämlich die halbe Reise.
Herzlich, Anna
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