Regalanlage in Spur N: Höllental-Motive auf 2,40 m x 30 cm

05.05.2026 09:43
#1
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Hallo zusammen,

meine Wohnung hat 48 m² und kein Bastelzimmer, also wandert die Bahn an die Wand über den Schreibtisch. Die Planung ist fertig gezeichnet, im Maßstab 1:5 auf zwei Bögen, jetzt darf gebaut werden.

Die Eckdaten:

  • Spur N, Epoche IV/V
  • zwei Segmente je 1,20 m x 0,30 m, zusammen 2,40 m
  • Schienenoberkante 1,35 m über dem Boden
  • links und rechts je eine ansteckbare Kassette als Zugspeicher

Das Motiv ist frei nach der Höllentalbahn: links ein Steinviadukt über eine Schlucht, in der Mitte ein kleiner Kreuzungsbahnhof im Wald, den ich „Hirschenbach“ getauft habe, rechts verschwindet die Strecke im Tunnel. Die Kästen baue ich aus 6 mm Pappelsperrholz, eine Blende oben nimmt die Beleuchtung auf.

Ich freue mich über jeden kritischen Blick, bevor ich säge.

Grüße, Nadine

Spur N · Epoche IV/V · wenig Platz, viel Strecke


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06.05.2026 18:19
#2
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Hallo Nadine,

wenn jemand seinen Plan im Maßstab 1:5 aufzeichnet, muss ich schon mal loben. Das macht kaum einer, und genau daran scheitern später die meisten Anlagen.

Zwei Maße fehlen mir noch: Wie lang sind die Kassetten, und welche Nutzlänge hat das Kreuzungsgleis in Hirschenbach? Beides muss zum längsten Zug passen, sonst kreuzt in deinem Kreuzungsbahnhof nie etwas.

Erst planen, dann sägen.


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22.05.2026 18:49
#3
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Danke, Tom! Die Maße habe ich:

Kassetten je 70 cm lang. Mein längster Zug ist eine Ellok mit drei Doppelstockwagen, das sind zusammen knapp 61 cm, dazu etwas Luft an beiden Enden.

Kreuzungsgleis: 68 cm Nutzlänge zwischen den Grenzzeichen. Der Güterzug mit Diesellok und sechs Zweiachsern kommt auf 58 cm und passt ebenfalls.

Die Weichen im Bahnhof sind die schlanken mit 15°, alles andere sah auf der Zeichnung nach Spielzeug aus.

Grüße, Nadine

Spur N · Epoche IV/V · wenig Platz, viel Strecke


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23.05.2026 00:22
#4
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Hallo Nadine,

als TT-Bahner muss ich pflichtgemäß anmerken, dass das alles auch in 1:120 ginge – auf 3,20 m. ;) Im Ernst: sehr sauber durchdacht.

Eine Frage zum Vorbild: Die Höllentalbahn ist ja für ihre heftige Steigung bekannt. Baust du die Strecke geneigt oder liegt alles in der Waagerechten? Bei einem Regal mit sichtbarer Vorderkante fällt eine schräge Trasse sofort auf, das kann toll aussehen.

Gruß, Thorsten

TT ist die Spur der Mitte.


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26.05.2026 07:25
#5
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Baufortschritt nach drei Wochenenden: Beide Segmentkästen stehen, verleimt und verschraubt, die Stirnseiten sind mit zwei Passstiften und zwei Flügelschrauben verbunden.

Thorsten, die Trasse steigt tatsächlich, von links nach rechts um 3,5 cm auf 2,40 m. Das sind rund 1,5 %, also weit weg vom Vorbild, aber gegen die waagerechte Rahmenkante sieht man es deutlich. Der Bahnhof selbst liegt in der Ebene, sonst rollen mir die Wagen weg.

Der Kork liegt, als Nächstes kommen die Gleise. Vor dem Segmentübergang habe ich Respekt: Wie bekomme ich die Schienenenden so fest, dass sie beim Auseinandernehmen nicht verbiegen?

Spur N · Epoche IV/V · wenig Platz, viel Strecke


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26.05.2026 15:19
#6
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Hallo Nadine,

das ist die Standardfrage im Modulbau und zum Glück gelöst: Dreh direkt an der Segmentkante unter jeder Schiene eine kleine Messingschraube ins Holz, Kopf genau auf Höhe der Schienenunterkante. Dann das Gleis durchgehend über die Trennfuge verlegen, die Schienen auf die Schraubenköpfe löten und erst danach mit einer feinen Trennscheibe an der Fuge durchtrennen.

So sitzt jedes Schienenende bombenfest und fluchtet garantiert. In N reichen Schrauben mit 2 mm Durchmesser. Die letzten zwei Schwellen vor der Kante später als Attrappe dazwischenschieben.

Gruß, Micha

Module verbinden – Menschen auch.


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31.05.2026 07:39
#7
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Hallo Nadine,

schön, dass noch jemand den Schwarzwald baut. Zum Viadukt ein Rat vom Schreiner: Säg den Kern aus einem Stück 10 mm Sperrholz aus, alle Bögen in einem Zug mit der Stichsäge, und verkleide ihn erst danach mit Mauerwerk. Dann stimmt die Flucht der Fahrbahn von selbst, und nichts hängt später durch.

Die Pfeiler nach unten leicht breiter werden lassen, etwa ein Millimeter je zwei Zentimeter Höhe. Das sieht man kaum, aber ohne diesen Anzug wirkt jede Steinbrücke wie aus dem Baukasten.

Gruß, Bernd

Schwarzwaldbahn in H0 · Kehrtunnel im Bau


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15.06.2026 14:49
#8
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Der Viadukt ist fertig im Rohbau, und Bernds Sperrholzkern war Gold wert. Vier Bögen mit je 55 mm Spannweite, Gesamtlänge 31 cm, höchster Pfeiler 14 cm über dem Bachbett. Verkleidet habe ich mit dünnen geprägten Mauerwerksplatten, die Bogensteine einzeln aus Karton geschnitten und aufgeklebt. Die Pfeiler haben den Anzug bekommen, das macht wirklich einen Unterschied.

Michas Messingschrauben sitzen auch, der Übergang ist durchgetrennt und die Probewagen rollen ohne Ruck drüber.

Was noch fehlt, sind die Abdecksteine und das Geländer auf der Brücke. In N ist das so filigran, dass ich mit Karton an meine Grenzen komme.

Spur N · Epoche IV/V · wenig Platz, viel Strecke


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15.06.2026 21:53
#9
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Hi Nadine,

Geländer in N schreit nach Resin-Druck! Wenn du mir die Maße gibst (Pfostenabstand, Höhe, Gesamtlänge), zeichne ich dir das in einer halben Stunde. In 1:160 würde ich die Pfosten 0,4 mm stark machen und den Handlauf 0,35 mm, dünner bricht beim Ablösen von den Stützen.

Die Abdecksteine kann ich gleich mit dranzeichnen, als durchgehenden Streifen mit angedeuteten Fugen, dann klebst du nur zwei Teile pro Seite auf.

Kostet dich einen Kaffee beim nächsten Forentreffen. :D

Gruß, Nils

Druckt, was es nicht zu kaufen gibt.


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15.06.2026 22:18
#10
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Hallo Nadine,

zur Beleuchtung in der Blende, weil das bei Regalanlagen die halbe Wirkung ausmacht: Nimm zwei LED-Streifen nebeneinander, einen warmweißen und einen kaltweißen, beide einzeln dimmbar. Mit dem Verhältnis stellst du die Stimmung ein, von Mittagslicht bis Spätnachmittag.

Die Streifen möglichst weit vorne in der Blende montieren und leicht nach hinten neigen, sonst liegt die Vorderseite der Fahrzeuge im Schatten. 24-Volt-Streifen haben weniger Spannungsabfall auf 2,40 m als die mit 12 Volt.

Gruß, Andreas

Rot heißt Halt – auch im Hobbykeller.


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28.06.2026 23:16
#11
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Kurzes Update, weil heute ein besonderer Tag war: Der erste Zug ist von der linken Kassette über den Viadukt durch Hirschenbach bis in die rechte Kassette gefahren, hat dort mit dem Gegenzug gewechselt und ist wieder zurück. Ohne Entgleisung!

Die Beleuchtung nach Andreas' Vorschlag hängt, zwei Streifen in 24 Volt, und Nils hat mir tatsächlich ein Geländer gezeichnet, das jetzt im Briefkasten liegen soll.

Jetzt beginnt der schönste Teil: Landschaft. Die Schlucht unter dem Viadukt bekommt einen Bach und sehr viele kleine Tannen.

Danke euch allen, viele Grüße, Nadine

Spur N · Epoche IV/V · wenig Platz, viel Strecke


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