Festplatte tot, Lokdatenbank weg – wie sichert ihr eure Daten?

15.05.2026 17:44
#1
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Tach zusammen,

Lehrgeld gezahlt, damit ihr es nicht müsst. Letzte Woche hat sich der alte Rechner im Hobbykeller verabschiedet – Festplatte tot, einfach so. Darauf: meine komplette Steuerungssoftware mit Gleisbild, 64 Fahrstraßen, allen Blockeinstellungen und der Lokdatenbank mit 47 eingemessenen Loks.

Letzte Sicherung: irgendwann 2023, auf einem USB-Stick, den ich erst nach zwei Tagen in der Schraubenkiste gefunden habe.

Das Gleisbild neu zeichnen geht an einem Wochenende. Aber 47 Loks neu einmessen, Funktionstasten benennen, Zuglängen eintragen ... da ist der Sommer rum, bevor wieder ein Zug automatisch fährt.

Bevor ich denselben Fehler nochmal mache: Wie sichert ihr eure Daten – und vor allem, wie sorgt ihr dafür, dass ihr es auch wirklich tut?

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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15.05.2026 18:57
#2
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Mein Beileid, Willi. Das ist der Moment, in dem jeder mit dem Sichern anfängt.

Meine Regel: drei Kopien, zwei verschiedene Datenträger, eine davon außer Haus. Bei mir sind das der Bahnrechner selbst, eine Netzwerkplatte und ein Stick, der in der Schreibtischschublade im Büro liegt.

Entscheidend ist das Automatisieren. Ein kleines Skript kopiert bei jedem Herunterfahren den Projektordner mit Datum im Namen auf die Netzwerkplatte. Was man von Hand machen muss, macht man nach vier Wochen nicht mehr.

Zweite Baustelle: die Decoder. Ich lese nach jeder größeren Einstellarbeit alle CVs einer Lok aus und speichere sie als Datei. Stirbt ein Decoder, spiele ich die Werte in den neuen und bin in zehn Minuten wieder fahrbereit.

Gruß, Dirk

CV 29 ist kein Hexenwerk.


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16.05.2026 08:33
#3
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Zwei Ergänzungen aus eigener Erfahrung:

Sichert den ganzen Projektordner, nicht nur die eine Anlagendatei. Bei vielen Programmen liegen Fahrzeugprofile, Lokbilder und Fahrpläne in getrennten Dateien. Wer nur das Gleisbild kopiert, steht nach dem Crash trotzdem ohne Lokdatenbank da.

Und testet die Rücksicherung einmal: Sicherung auf einem anderen Rechner oder in einem anderen Ordner öffnen und schauen, ob wirklich alles da ist. Eine Sicherung, die man nie zurückgespielt hat, ist nur eine Hoffnung.

Vor jedem Programm-Update mache ich zusätzlich eine Kopie von Hand. Das sind zwei Minuten.

Gruß, Susanne

Signale, Blöcke, Fahrstraßen – am liebsten am PC gestellt


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17.05.2026 08:05
#4
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Aus bibliothekarischer Sicht noch etwas zur Ordnung: Das Datum gehört vorn in den Dateinamen, und zwar im Format Jahr-Monat-Tag, also etwa 2026-05-16_Anlage_Keller. Dann sortiert sich alles von selbst.

Und bitte nicht nur den letzten Stand aufheben. Wenn man einen Fehler erst nach drei Wochen bemerkt – eine versehentlich gelöschte Fahrstraße zum Beispiel –, hilft die Sicherung von gestern nichts. Ich behalte die letzten zehn Stände und zusätzlich einen pro Monat.

Herzliche Grüße, Karin

Kleinloks und Nebenbahn-Idylle


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17.05.2026 14:45
#5
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Verehrter Willi,

mein aufrichtiges Mitgefühl. Ich gestehe, dass ich der digitalen Speicherung nie ganz getraut habe und daher für jede Lokomotive eine Karteikarte führe: Adresse, Decodertyp, sämtliche geänderten CVs, Datum der letzten Wartung, Ölstellen und Besonderheiten. Das mag altmodisch wirken, aber eine Karteikarte stürzt nicht ab und überlebt auch den dritten Rechnerwechsel.

Die gemessenen Geschwindigkeitsprofile ersetzt das freilich nicht – hier würde ich mich den Vorrednern anschließen.

Mit freundlichen Grüßen, Erwin

Sammler alter Modellbahnen der 50er und 60er Jahre


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17.05.2026 15:06
#6
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Zwischenstand aus Kassel: Neuer Rechner läuft, das Skript nach Dirks Rezept kopiert bei jedem Herunterfahren den ganzen Ordner auf eine zweite Platte, mit Datum vorn im Namen, wie Karin es will. Ein Stick liegt bei meiner Tochter.

Zitat von Stellwerk_Susi
Eine Sicherung, die man nie zurückgespielt hat, ist nur eine Hoffnung.



Den Satz hänge ich mir über den Bildschirm. Zurückspielen getestet, klappt.

Erwin, die Karteikarten gefallen mir, die lege ich parallel an – als Elektriker weiß ich Papier im Schaltschrank zu schätzen. 19 von 47 Loks sind wieder eingemessen, der Rest folgt bei Regenwetter.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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