Opas Trafo vom Dachboden – kann ich den noch benutzen?

24.05.2026 19:29
#1
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Hallo,

nächste Anfängerfrage: Bei Opas Startpackung war auch der alte Fahrtrafo dabei. Schweres Ding mit Blechgehäuse, Drehknopf vorne, geschätzt aus den Sechzigern oder Siebzigern. Hat jahrelang auf dem Dachboden gelegen.

Das Netzkabel fühlt sich ziemlich hart an und hat an der Stelle, wo es ins Gehäuse geht, kleine Risse. Eingesteckt habe ich ihn bisher noch nicht – irgendwie habe ich Respekt davor.

Kann man so ein Gerät noch benutzen? Oder Kabel tauschen und gut? In der Ausbildung löte und verdrahte ich ja täglich, zutrauen würde ich es mir.

Ben

Anfänger mit großen Plänen


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25.05.2026 11:34
#2
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Ben, gut, dass du fragst, bevor du ihn einsteckst. Die Antwort vom Elektromeister ist kurz: Nein, bitte nicht mehr benutzen.

Begründung:

  • Rissige Netzleitung = blanke 230 V in Reichweite. Allein das reicht.
  • Die Isolierung im Inneren ist genauso alt wie das Kabel außen und nach Jahrzehnten auf einem Dachboden (Hitze, Kälte, Feuchte) nicht besser geworden.
  • Bei einem Metallgehäuse liegt im Fehlerfall das ganze Gehäuse unter Spannung.

Und nein, auch nicht selbst reparieren. Netzseitige Reparaturen an Spielzeugtransformatoren sind aus gutem Grund nicht vorgesehen. Mit 230 V spielt man nicht, auch nicht als angehender Mechatroniker.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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25.05.2026 12:31
#3
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Lieber Ben,

ich schließe mich Willi ausdrücklich an, obwohl ich alte Technik liebe. In meiner Sammlung stehen etliche Transformatoren aus jener Zeit – allesamt als Schaustücke, keiner hängt mehr am Netz. Ich habe bei jedem den Stecker abgeschnitten, damit auch niemand in Versuchung gerät.

Wegwerfen musst du ihn deshalb nicht. Als Erinnerungsstück auf dem Regal neben der Anlage macht er sich gut, und er erzählt eine Geschichte. Den Fahrstrom sollte aber ein modernes Gerät liefern.

Mit freundlichem Gruß, Erwin

Sammler alter Modellbahnen der 50er und 60er Jahre


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25.05.2026 13:14
#4
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Okay, das war deutlich. :) Dann kommt er ins Regal, Stecker ab.

Was nehme ich stattdessen? Es gibt ja diese kleinen Steckernetzteile mit separatem Fahrregler. Reicht so etwas für ein Oval mit einer Lok und später vielleicht ein paar Lampen?

Anfänger mit großen Plänen


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25.05.2026 13:52
#5
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Hallo Ben,

für den Anfang völlig ausreichend. Moderne Fahrgeräte arbeiten mit einem Netzteil, das schutzisoliert ist und bei Kurzschluss sauber abschaltet. Achte auf die Leistung: Für eine H0-Lok mit ein paar beleuchteten Wagen genügen 20 bis 30 VA locker.

Mein Tipp: Beleuchtung, Weichen und sonstiges Zubehör später über ein eigenes, zweites Netzteil versorgen und nicht am Fahrstrom mit dranhängen. Dann bricht dir die Fahrspannung nicht ein, wenn zehn Häuser leuchten, und eine Störung beim Zubehör legt nicht den Fahrbetrieb lahm.

Andreas

Rot heißt Halt – auch im Hobbykeller.


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26.05.2026 08:30
#6
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Genau so. Und falls du später digital fahren willst, bringt die Zentrale ihr eigenes Netzteil mit – dann hat sich das Thema Fahrtrafo ohnehin erledigt. Also jetzt nicht das teuerste analoge Fahrgerät kaufen, ein einfaches genügt.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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27.05.2026 08:11
#7
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Danke euch dreien! Der Trafo steht jetzt mit abgeschnittenem Stecker im Regal und sieht dort ziemlich gut aus. Ein gebrauchtes, aber modernes Fahrgerät bekomme ich von einem Kollegen aus der Berufsschule geliehen, bis ich mich entschieden habe, wie es weitergeht.

Anfänger mit großen Plänen


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