Funkhandregler im Garten: Reichweite und Akkulaufzeit
#1
Hallo liebe Stubenbahner und Freiluftkollegen,
die Gartenbahnsaison läuft, und ich bin es leid, mit dem Kabelregler am Schuppen zu stehen, während der Zug hinten am Teich hinter den Rhododendren verschwindet. Seit zwei Wochen habe ich einen Handregler, der per WLAN mit der Zentrale spricht.
Auf der Terrasse funktioniert das prima. Am Teich, gut 25 m vom Schuppen entfernt, reagiert der Zug aber manchmal erst nach zwei, drei Sekunden oder gar nicht, und einmal ist mir die Lok ungebremst in die Endstation am Komposthaufen gefahren. Der Zugangspunkt steht im Schuppen neben der Zentrale, der Schuppen ist aus Blech.
Was kann ich tun? Und wie lange halten eure Akkus so durch?
Gerd vom Gartengleis
#2
Hallo Gerd,
du hast drei Funkbremsen hintereinander gebaut: Blechschuppen, 25 m Strecke und dichtes, im Zweifel nasses Laub. Blech schirmt fast vollständig ab, und Wasser in den Blättern dämpft das 2,4-GHz-Band spürbar.
Abhilfe in dieser Reihenfolge:
- Zugangspunkt raus aus dem Schuppen, möglichst hoch und mit Sicht auf den Garten. Zwei bis drei Meter Höhe bringen mehr als jede stärkere Antenne.
- Ein eigenes Funknetz nur für die Bahn, nicht über den Router im Haus.
- Festen Kanal einstellen, 1, 6 oder 11, je nachdem, wo die Nachbarschaft am wenigsten funkt.
Gruß, Dirk
#3
Vom Fahrtreffen kenne ich das Thema mit zwanzig Funkreglern in einer Turnhalle. Unser wichtigster Punkt ist das Verhalten bei Funkabriss: Ein Zug fährt mit dem letzten Befehl weiter, bis er einen neuen bekommt. Genau das ist dir am Komposthaufen passiert.
Deshalb prüfen, ob Zentrale oder Regler eine Überwachung haben, die bei Verbindungsverlust nach einigen Sekunden anhält. Wenn ja, einschalten. Und an den Streckenenden, wo es weh tut, eine einfache Sicherung vorsehen. Ein stromloses Gleisstück vor dem Prellbock mit einem Taster zum Überbrücken kostet fast nichts.
Micha
#4
Zur Akkufrage kann ich etwas beitragen, ich fahre drinnen mit einem Funkregler und nehme ihn auch zu Fahrtagen bei Freunden mit. Bei mir hält der Akku einen langen Nachmittag, wenn ich die Displayhelligkeit herunterdrehe. Bei voller Helligkeit ist deutlich früher Schluss, und draußen in der Sonne dreht man ja gerade auf.
Mein Tipp: eine kleine Powerbank in die Jackentasche, damit bin ich noch nie liegen geblieben.
Liebe Grüße, Anna
#5
Rückmeldung nach dem Wochenende: Der Zugangspunkt hängt jetzt in einer wetterfesten Dose unter dem Dachüberstand des Schuppens, außen, auf etwa 2,50 m Höhe. Eigenes Netz, Kanal 1.
Ergebnis: Empfang im ganzen Garten, auch hinter den Rhododendren, die Lok reagiert sofort. Die Überwachung bei Funkabriss gibt es an meinem Gerät tatsächlich, die war nur nicht eingeschaltet. Und vor dem Komposthaufen liegt jetzt nach Michas Vorschlag ein stromloses Stück Gleis.
Akku: Samstag von zwei bis halb sieben gefahren, danach waren noch 20 Prozent drin. Reicht für einen Gärtner, der zwischendurch auch mal gießen muss.
Danke euch!
#6
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