Harzer Schmalspur im Modell: Endbahnhof mit Rollbockgrube planen

02.07.2026 14:54
#1
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Guten Abend allerseits,

auf meine alten Tage möchte ich noch einen Bahnhof bauen, wie ich ihn aus der Dienstzeit kenne: einen kleinen Schmalspur-Endbahnhof in H0m mit Übergabe zur Regelspur. Fläche 2,40 x 0,55 m.

Vorgesehen sind auf der Schmalspurseite ein Umfahrgleis, ein einständiger Lokschuppen und eine Ladestraße. Von rechts kommt ein Regelspurgleis herein und endet an der Rollbockgrube. Dort werden die Regelspurwagen auf Rollböcke gesetzt und rollen auf der Schmalspur weiter.

Meine Frage an die Planer: Wie viel Länge muss ich für die Grube rechnen, und worauf ist bei der Gleislage dahinter zu achten?

Es grüßt aus dem Harz, Karl

H0e und H0m · Harzer Schmalspur seit Jahrzehnten


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02.07.2026 16:14
#2
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Lieber Karl,

was für ein schönes Vorhaben! In der Schweiz habe ich auf einer Reise einmal zugesehen, wie Normalspurwagen auf Rollschemel verladen wurden, das war fast ein Ballett.

Eine neugierige Frage dazu: Soll das Aufbocken im Modell wirklich funktionieren, oder deutest du die Grube nur an? Ich könnte mir vorstellen, dass ein Wagen auf so kleinen Rollböcken ziemlich wackelig unterwegs ist.

Liebe Grüße, Anna

Schmalspur H0m · Bahnreisen in die Berge


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02.07.2026 19:03
#3
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Hallo Karl,

für die Grube selbst reichen im Modell etwa 20 cm. Entscheidend ist, was davor und dahinter liegt:

  • Regelspur und Schmalspur liegen in einer Achse, die Regelspur um die Rollbockhöhe höher. Vor der Grube brauchst du eine Wagenlänge gerades Regelspurgleis.
  • Hinter der Grube mindestens 30 cm Gerade, bevor die erste Weiche oder ein Bogen kommt. Aufgebockte Wagen sind kopflastig.
  • Der Lichtraum: Ein Regelspurwagen auf Rollböcken ist deutlich höher und breiter als jeder Schmalspurwagen. Schuppentor, Signale und Bahnsteigkante entsprechend abrücken.


In Summe solltest du 70 bis 80 cm in einer Flucht dafür reservieren.

Tom

Erst planen, dann sägen.


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02.07.2026 19:09
#4
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Ein paar Vorbilddetails, die im Modell viel hermachen: Zwischen Lok und aufgebocktem Wagen lief eine Kuppelstange, weil Puffer- und Kupplungshöhe nicht zusammenpassten. Die Stangen lagen in verschiedenen Längen neben der Grube bereit, oft auf einem einfachen Gestell.

Dazu eine Geschwindigkeitstafel für Rollbockzüge an der Ausfahrt und ein paar leere Rollböcke auf einem Stumpfgleis. Das erklärt dem Betrachter die Anlage besser als jedes Schild.

Und Karl: Wie schnell durftet ihr mit den aufgebockten Wagen eigentlich fahren?

Jürgen

Niete gezählt, Welt in Ordnung.


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02.07.2026 19:52
#5
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Schnell war da gar nichts, Jürgen. Mit Rollbockwagen sind wir geschlichen, und in den engen Bögen hat der Heizer aus dem Fenster nach hinten geschaut, ob noch alles steht. Einmal hat sich ein gedeckter Wagen so geneigt, dass der Zugführer danach eine halbe Stunde kein Wort gesagt hat.

Zu Annas Frage: Ich bilde die Grube vorbildgetreu nach, aufgebockt wird aber von Hand. Zwei Regelspurwagen bleiben fest auf ihren Rollböcken und bilden mit der Kuppelstange eine Garnitur.

Toms 80 cm bekomme ich unter, die Ladestraße rückt dafür etwas nach links. Habt Dank!

Karl

H0e und H0m · Harzer Schmalspur seit Jahrzehnten


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