Altes Tablet als Handregler – Erfahrungen nach einem Jahr

05.08.2026 13:56
#1
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Moin,

kurzer Erfahrungsbericht, weil die Frage immer wieder kommt: Ich fahre meine Hafenbahn seit gut einem Jahr mit einem ausgemusterten 8-Zoll-Tablet als Handregler. Die Zentrale hängt am Netzwerk, das Tablet spricht per WLAN mit der Steuerungssoftware auf dem PC und zeigt mir Fahrregler, Funktionstasten und einen Ausschnitt vom Gleisbild.

Was gut läuft: Weichen im Gleisbild antippen statt Adressen eintippen, Lokwechsel über eine Liste mit Namen, zwei Loks nebeneinander auf dem Schirm.

Was nervt: Beim Rangieren schaue ich öfter aufs Display als auf die Kupplung, weil ich den Schieberegler nicht blind treffe. Und nach zwei Stunden ist der alte Akku leer.

Wie macht ihr das – Tablet, Handy oder doch der klassische Regler mit Drehknopf?

Stefan

Hafenbahn in H0 · Epoche V/VI


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06.08.2026 11:31
#2
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Hallo Stefan,

bei unseren Fahrtreffen sehen wir beides, und es hat sich eine klare Aufgabenteilung ergeben: Für den Fahrdienstleiter am Bahnhof ist ein Tablet mit Gleisbild super. Die Lokführer laufen aber mit ihrem Zug mit und wollen einen Drehknopf, den man bedient, ohne hinzuschauen.

Dazu kommt die Technik: In einer Halle mit 40 Leuten und ebenso vielen Handys wird das WLAN schnell eng. Wir bringen deshalb ein eigenes Netz nur für die Bahn mit, und wer per Handy fährt, schaltet alles andere ab.

Gruß, Micha

Module verbinden – Menschen auch.


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06.08.2026 17:30
#3
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Ich fahre mit dem Handy und hab dafür einen Trick: die Lautstärketasten als Fahrregler belegen (das kann meine App). Lauter = schneller, leiser = langsamer. Das geht blind mit dem Daumen, und der Blick bleibt bei der Lok. Vielleicht kann deine Tablet-Oberfläche das auch?

Anfänger mit großen Plänen


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06.08.2026 22:19
#4
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Zum Thema WLAN, weil das die häufigste Fehlerquelle ist:

  • eigener kleiner Access Point nur für die Bahn, ohne Internetzugang
  • fester Kanal statt Automatik
  • feste IP-Adresse für die Zentrale bzw. den Steuerungs-PC
  • am Tablet den Energiesparmodus fürs WLAN abschalten


Der letzte Punkt ist der Grund für die meisten Geisterfahrten: Die Verbindung schläft ein, und die Lok fährt mit dem letzten Befehl weiter. Wenn die Software es anbietet, unbedingt „Nothalt bei Verbindungsverlust des Handreglers“ aktivieren.

Gruß, Dirk

CV 29 ist kein Hexenwerk.


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06.08.2026 22:28
#5
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Draußen im Garten ist das Handy Fluch und Segen zugleich. Segen: Ich kann der Lok bis hinter die Rhododendren nachlaufen. Fluch: Bei Augustsonne sehe ich auf dem Display genau nichts, und mit Erde an den Fingern reagiert es auch nicht.

Bei mir hängt deshalb ein Funkregler mit Drehknopf am Gürtel, und das Handy bleibt für die Weichen in der Hosentasche. Bei Nieselregen kommt es in einen Gefrierbeutel – lässt sich durch die Folie prima bedienen.

Gruß vom Gartengleis, Gerd

Spur G · draußen bei jedem Wetter


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08.08.2026 08:47
#6
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Danke für die Rückmeldungen.

Zitat von Zugbegleiter_Ben
die Lautstärketasten als Fahrregler belegen



Ausprobiert – das ist es. Kann meine Oberfläche tatsächlich, war nur gut in den Einstellungen versteckt. Seitdem schaue ich wieder auf die Kupplung statt aufs Display. Gegen den schwachen Akku klebt jetzt eine kleine Powerbank mit Klettband hinten am Tablet, und Dirks Nothalt-Option ist aktiviert.

Moin, Stefan

Hafenbahn in H0 · Epoche V/VI


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