Modulbeine: Klappbeine oder Steckbeine – was hat sich bewährt?

30.08.2026 09:48
#1
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Hallo zusammen,

ich baue gerade mein erstes Modul, eine Blockstelle an eingleisiger Strecke mit zwei Formsignalen, 1,00 m x 0,50 m. Der Kasten ist fertig, die Signalantriebe sind montiert, und jetzt stehe ich vor einer ganz unelektrischen Frage: den Beinen.

Gefordert sind 1,30 m Schienenoberkante über dem Boden. Ich sehe zwei Wege:

  • Klappbeine, fest am Modul, unter dem Kasten eingeklappt
  • Steckbeine, die lose transportiert und in Taschen gesteckt werden

Klappbeine wirken bequemer, aber ich fürchte, dass sie wackeln und den Platz unter dem Modul verbauen, den ich für Servos und Elektronik brauche. Was hat sich bei euch über mehrere Treffen bewährt?

Grüße, Susanne

Signale, Blöcke, Fahrstraßen – am liebsten am PC gestellt


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30.08.2026 10:29
#2
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Hallo Susanne,

nach etlichen Treffen und einigen Irrwegen: Steckbeine. Klappbeine wackeln mit den Jahren im Gelenk, und unter einem Modul mit Technik sind sie immer im Weg.

So baue ich sie: Kanthölzer aus Fichte 34 x 34 mm, 1,15 m lang. In jede Modulecke kommt eine Tasche aus Sperrholzresten, 8 cm tief, in die das Bein stramm hineinpasst, gesichert mit einer Flügelschraube. Unten im Bein sitzt eine Einschlagmutter M8 mit einem Stellfuß, damit gleichst du plus/minus 3 cm aus.

Ein Modul von einem Meter braucht nur zwei Beine an einem Ende, wenn es am anderen Ende am Nachbarn hängt. Für den Aufbau allein nehme ich trotzdem immer vier mit.

Gruß, Micha

Module verbinden – Menschen auch.


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31.08.2026 08:58
#3
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Servus Susanne,

vom Zimmerer dazu: Vier senkrechte Beine allein sind ein Rechteck, und ein Rechteck schiebt sich zum Parallelogramm, sobald wer dagegen stößt. Was ein Gestell steif macht, ist das Dreieck.

Verbinde die zwei Beine eines Paares mit einer Querlatte auf halber Höhe und setz eine Diagonale dazu. Das wird ein Bock, den du als Ganzes einsteckst. Wiegt kaum mehr und steht wie eine Hütte am Berg.

Gebirgsanlage H0 · Epoche V · Viadukte im Bau


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31.08.2026 15:20
#4
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Hallo Susanne,

Martin hat die Physik schon erklärt, da bleibt dem Physiklehrer nur zustimmendes Nicken. :)

Aus der Schulpraxis ein Erfahrungswert gegen Klappbeine: Wir hatten anfangs zwei Segmente auf Klapptischgestellen. Nach einem Jahr Auf- und Abbau hatten die Gelenke so viel Spiel, dass ein vorbeilaufender Sechstklässler genügte, um einen Güterzug vom Gleis zu schütteln. Seit dem Umbau auf gesteckte Böcke mit Diagonale ist Ruhe.

Gruß, Thorsten

TT ist die Spur der Mitte.


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16.09.2026 07:38
#5
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Vielen Dank, das war eindeutig. Es sind Steckbeine geworden, und zwar als zwei Böcke mit Querlatte und Diagonale nach Martins Vorschlag.

Gebaut und gemessen: Fichte 34 x 34 mm, Taschen 8 cm tief, Stellfüße M8. Am Wochenende habe ich das Modul im Wohnzimmer aufgestellt und einen Stoßtest gemacht, indem ich mit der Hüfte dagegen gegangen bin. Die Auslenkung an der Schienenoberkante liegt unter 2 mm und geht sofort zurück. Die Signalflügel haben nicht einmal gezittert.

Unter dem Kasten ist jetzt alles frei für die Elektronik. Genau so wollte ich es haben.

Signale, Blöcke, Fahrstraßen – am liebsten am PC gestellt


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16.09.2026 07:55
#6
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Tach Susanne,

prima Lösung. Für das erste Treffen noch drei Kleinigkeiten, die in keiner Norm stehen:

Hallenböden sind nie eben. Nimm eine kleine Wasserwaage mit und stell das Modul erst in der Höhe ein, bevor du es mit dem Nachbarn verschraubst, nicht umgekehrt.

Kleb Filzgleiter unter die Stellfüße. Die Hausmeister von Turnhallen haben ein feines Auge für Kratzer.

Und beschrifte jedes Bein mit deinem Namen. Am Sonntagabend sehen alle Fichtenleisten gleich aus.

Eine Blockstelle wird übrigens gern genommen, weil sie lange Strecken teilt. Die Fahrdienstleiter im Arrangement werden dich lieben.

Forenteam · Bitte Suchfunktion nutzen – und immer freundlich bleiben.


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