Modellbahn-AG: Unsere TT-Schulanlage startet ins neue Schuljahr

30.08.2026 21:24
#1
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Liebe Forengemeinde,

das neue Schuljahr läuft, und die Modellbahn-AG hat wieder losgelegt. Dieses Jahr sind es vierzehn Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 bis 9, so viele wie noch nie. Kurzer Stand für alle, die das Projekt noch nicht kennen:

  • TT-Anlage aus sechs Segmenten je 120 x 60 cm, stapelbar gelagert im Vorbereitungsraum der Physik
  • eingleisige Hauptbahn mit Kreuzungsbahnhof und kleinem Anschlussgleis
  • digital gesteuert, zwei Handregler
  • Landschaft ist auf vier Segmenten fertig, zwei sind noch nackt

Ziele bis zum Tag der offenen Tür im Januar: die letzten beiden Segmente gestalten, eine Signalanlage für den Bahnhof bauen und einen Fahrplan aufstellen, nach dem die Schüler selbstständig Betrieb machen.

Ich freue mich über Ideen, wie man vierzehn Kinder gleichzeitig sinnvoll beschäftigt. Zwei Handregler sind da schnell knapp. :)

Gruß, Thorsten

TT ist die Spur der Mitte.


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31.08.2026 21:52
#2
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Hallo Thorsten,

tolles Projekt, Hut ab! Aus der Jugendarbeit bei uns im Modulbau kenne ich das Problem. Was funktioniert: feste Gewerke mit wechselnder Besetzung, zum Beispiel Gleisbau und Elektrik, Landschaft, Fahrzeugwerkstatt, Betrieb. Jede Gruppe hat drei bis vier Kinder, nach vier Wochen wird rotiert. So steht niemand herum, und jeder hat am Ende alles einmal gemacht.

Für die zwei nackten Segmente: Lass die Schüler vorher ein Pappmodell im Maßstab 1:10 bauen. Das kostet nichts, und der Streit über ‚Berg oder See‘ findet statt, bevor der erste Gips angerührt ist.

Micha

Module verbinden – Menschen auch.


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01.09.2026 00:33
#3
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Hi Thorsten,

ich bin ja selbst noch nicht so lange aus der Schule raus: Hätte es bei uns so eine AG gegeben, wäre ich nicht erst über Opas Startpackung zurück zum Hobby gekommen. Was mir damals gefallen hätte: irgendwas mit Technik zum Selbermachen, das am Ende wirklich funktioniert. Eine Lichtschranke, die den Bahnübergang auslöst, oder eine Geschwindigkeitsmessung mit zwei Sensoren. Das ist dann ja fast schon Physikunterricht, nur in cool.

Ben

Anfänger mit großen Plänen


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01.09.2026 07:32
#4
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Thorsten, als alter Elektromeister ein Wort zur Sicherheit, auch wenn du das sicher im Blick hast: an der Anlage selbst nur Schutzkleinspannung, die Netzteile fest in einer verschlossenen Kiste, ein zentraler Schalter für alles. Und beim Löten Schutzbrille und eine geregelte Lötstation statt des 100-Watt-Kolbens vom Hausmeister.

Dann ein Tipp fürs Gewerk Elektrik: Lass die Kinder jede Leitung beschriften und einen Verdrahtungsplan führen. Farbcode festlegen, zum Beispiel Rot und Blau fürs Gleis, Gelb für Licht, Grün für Weichen. Das klingt nach Bürokratie, aber in drei Jahren, wenn die jetzigen Neuntklässler weg sind, findet sonst niemand mehr einen Fehler.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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01.09.2026 09:51
#5
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Zum Fahrplan kann ich etwas beisteuern. Für Anfänger hat sich ein grafischer Fahrplan mit verkürzter Modellzeit bewährt, etwa 1:4, dann dauert eine ‚Stunde‘ eine Viertelstunde. Für den Kreuzungsbahnhof reichen am Anfang vier Zugfahrten pro Modellstunde.

Rollen verteilen: ein Fahrdienstleiter im Bahnhof, zwei Lokführer, ein Zugmelder, der die Züge aus dem Abstellbereich anbietet. Der Fahrdienstleiter fährt nicht selbst, er stellt Weichen und Signale und gibt die Fahrerlaubnis. Das begreifen Kinder erstaunlich schnell, und plötzlich reden sie miteinander statt durcheinander.

Wenn du magst, schicke ich dir per PN ein einfaches Zugmeldebuch als Vorlage.

Uwe

Forenteam · Bitte Suchfunktion nutzen – und immer freundlich bleiben.


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01.09.2026 09:56
#6
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Für die Fahrzeugwerkstatt: Altern mit Pigmentpulver und Pinsel ist perfekt für Kinder. Kein Kompressor, keine Lösungsmittel, und wenn es schiefgeht, wischt man es wieder ab, solange nichts fixiert ist. Drei Töne reichen für den Anfang: Rostbraun, ein heller Staubton, Rußschwarz. Zwei alte Güterwagen als Übungsobjekte, und nach einer Doppelstunde will niemand mehr einen glänzenden Wagen auf der Anlage sehen. :)

Lisa

Patina statt Plastikglanz.


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01.09.2026 17:16
#7
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Ihr seid großartig, das sind genug Ideen für das ganze Schuljahr. Michas Gewerke haben wir am Dienstag direkt eingeführt, die Rotation hängt als Plan an der Tür. Willis Farbcode ist übernommen, die Kabelrollen sind bestellt.

Uwe, sehr gern die Vorlage! Und Ben: Die Geschwindigkeitsmessung mit zwei Lichtschranken wird das Projekt der Neuntklässler. Weg durch Zeit, umgerechnet auf Vorbildgeschwindigkeit mit Faktor 120, das ist tatsächlich Physikunterricht in cool.

TT ist die Spur der Mitte.


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01.09.2026 17:53
#8
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Falls ihr Kleinteile braucht, die es in TT nicht zu kaufen gibt: Ich konstruiere und drucke gern etwas für die AG, Prellböcke, Bahnsteigkanten, Kabelkanäle, was auch immer. Gegen Materialkosten, also praktisch geschenkt. Noch besser: Zeig den Älteren ein kostenloses CAD-Programm, und sie zeichnen ihre Teile selbst. Ich schicke dann die Drucke.

Nils

Druckt, was es nicht zu kaufen gibt.


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01.09.2026 23:24
#9
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Für die Signalanlage ein Vorschlag, der didaktisch viel hergibt: die Bahnhofssignale zunächst nur von Hand über Schalter stellen lassen und erst im zweiten Schritt die Abhängigkeit einbauen, dass ein Signal nur ‚Fahrt‘ zeigen kann, wenn die Weiche richtig liegt. Das lässt sich mit den Rückmeldekontakten der Weichenantriebe und ein paar Relais aufbauen, ganz ohne Software. Die Schüler verstehen dabei, was ein Stellwerk eigentlich tut: Es verhindert Fehler.

Susanne

Signale, Blöcke, Fahrstraßen – am liebsten am PC gestellt


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02.09.2026 08:04
#10
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Susanne, das ist genau der richtige Zugang: erst das Problem erleben, dann die Sicherung bauen. Kommt auf die Liste fürs zweite Halbjahr. Und Nils: Angebot dankend angenommen, die Achtklässler wollen Sockel für Bahnsteiglampen zeichnen.

Ich berichte nach dem Tag der offenen Tür.
Thorsten

TT ist die Spur der Mitte.


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