Eine Saison mit Akku und Funk – mein Fazit

10.09.2026 15:22
#1
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Moin zusammen,

im Frühjahr habe ich zwei meiner Loks von Gleisstrom auf Akku und Funkfernsteuerung umgebaut: eine vierachsige Diesellok und eine kleine zweiachsige Dampflok mit Akkuwagen dahinter. Nach einer Saison ist es Zeit für ein Fazit.

Was gut ist:

  • Gleise putzen entfällt. Ich fege nur noch Laub und Schnecken weg, Oxid auf den Schienen ist mir egal.
  • keine Kontaktprobleme an Weichen und Stößen
  • die Diesellok fährt mit einem Lithium-Akku (14,8 V, 5 Ah) gut drei Stunden mit einem mittleren Zug

Was weniger gut ist:
  • In der kleinen Dampflok ist kein Platz, der Akku fährt im gedeckten Güterwagen mit. Der Wagen muss also immer dranbleiben.
  • Laden will organisiert sein. Zweimal stand ich mit Besuch im Garten und leerem Akku da.
  • Signale und Weichen brauchen weiterhin ihre eigene Verkabelung

Unterm Strich: Ich würde es wieder tun. Fragen beantworte ich gern.

Gerd

Spur G · draußen bei jedem Wetter


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10.09.2026 15:58
#2
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Hallo Gerd,

schöner Bericht. Ein paar Punkte aus Elektroniksicht, weil Lithium-Akkus draußen kein Spielzeug sind:

  • den Akkupack nur mit Schutzschaltung betreiben, die bei Unterspannung abschaltet. Bei vier Zellen sollte spätestens bei 12 V Schluss sein.
  • eine Sicherung direkt am Akku, 5 A träge passt bei deinen Strömen
  • nie im Fahrzeug in der prallen Sonne laden
  • zum Laden ein Ladegerät mit Balancer verwenden

Was nimmst du als Fahrregler? Wenn der Empfänger einen normalen Digitaldecoder mit Gleichspannung aus dem Akku versorgt, hättest du Sound und Lichtfunktionen wie gewohnt.

Dirk

CV 29 ist kein Hexenwerk.


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10.09.2026 16:06
#3
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Dirk, Schutzschaltung und Sicherung sind drin, den Tipp mit dem Sonnenladen nehme ich mit. Geladen wird bei mir in der Gartenhütte auf einer Steinplatte.

In der Diesellok sitzt ein Funkempfänger mit eingebautem Fahrregler auf 2,4 GHz, der den Motor direkt ansteuert, dazu ein einfaches Soundmodul. Die Reichweite liegt bei gut 40 Metern, mehr Garten habe ich nicht. Den Weg über den Digitaldecoder habe ich mir nicht zugetraut.

Spur G · draußen bei jedem Wetter


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10.09.2026 16:47
#4
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Zitat von Gartenbahn_Gerd
Gleise putzen entfällt.


Glück auf Gerd, das kommt wie gerufen. Bei mir putzen die Kinder zwar gern Gleise, aber nur die ersten fünf Minuten.

Was hat dich der Umbau pro Lok etwa an Arbeitszeit gekostet, und muss man dafür viel an der Lok zerstören? Ich würde die Radschleifer gern drin lassen, falls ich mal bei jemandem mit Gleisstrom zu Gast bin.

Holger

Epoche II/III · Zweileiter DCC · Ruhrgebiet im Modell


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10.09.2026 17:42
#5
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Arbeitszeit: bei der Diesellok ein verregneter Sonntag, bei der Dampflok mit Akkuwagen zwei Abende, weil ich eine Steckverbindung zwischen Lok und Wagen bauen musste. Zerstört wird nichts. Die Schleifer bleiben, ich habe einen Umschalter unter dem Dach eingebaut: Stellung eins Gleisstrom, Stellung zwei Akku. Wichtig ist nur, dass die Schleifer in Akkustellung wirklich abgetrennt sind, sonst speist du deinen Akku ins Gleis des Gastgebers.

Spur G · draußen bei jedem Wetter


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11.09.2026 07:26
#6
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Eine Anmerkung zur Kombination mit der Signaltechnik: Wer auf Akku umstellt, verliert die Möglichkeit, Züge über stromlose Abschnitte vor Signalen anzuhalten. Wenn im Garten nur auf Sicht gefahren wird, ist das egal. Wer Blockbetrieb oder automatische Kreuzungen im Bahnhof möchte, braucht einen anderen Weg, zum Beispiel Magnete im Gleis und Reedkontakte in der Lok, die dem Fahrregler ‚Halt‘ melden.

Das Gleis kann man trotzdem unter Spannung lassen: für Weichenlaternen, beleuchtete Wagen und Gäste mit Gleisstrom-Loks.

Susanne

Signale, Blöcke, Fahrstraßen – am liebsten am PC gestellt


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11.09.2026 11:50
#7
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Spannendes Thema! Für den Akkuwagen könnte ich mir einen gedruckten Akkuhalter mit Federkontakten vorstellen, sodass man den leeren Pack wie bei einem Akkuschrauber rauszieht und einen vollen einschiebt. Dann wäre das Problem ‚Besuch da, Akku leer‘ gelöst. Das Material müsste für draußen ASA oder PETG sein, PLA wird im Sommer im geschlossenen Wagen weich.

Gerd, wenn du mir die Maße des Packs schickst, zeichne ich das mal.

Nils

Druckt, was es nicht zu kaufen gibt.


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11.09.2026 12:54
#8
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Nils, das ist eine prima Idee, die Maße kommen per PN. Zwei Wechselakkus und ein Schacht im Güterwagen, dann kann der Besuch kommen.

Susanne, bei mir wird auf Sicht gefahren und nach Zuruf gekreuzt. ‚Achtung, Zug kommt!‘ ist das einzige Signalsystem, das Schnecken und Enkel gleichermaßen ignorieren. :D

Spur G · draußen bei jedem Wetter


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