LED-Hausbeleuchtung an 12 V – Vorwiderstand richtig berechnen

21.09.2026 08:03
#1
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Servus beinand,

die Abende werden länger, und mein Dorf soll endlich Licht bekommen. 14 Gebäude, bisher alle dunkel. Ich habe eine Tüte warmweiße LEDs (bedrahtet, 3 mm) und ein Schaltnetzteil mit 12 V Gleichspannung.

Mit Farbe kenne ich mich aus, mit Widerständen weniger. Was ich wissen muss:

  • Welchen Vorwiderstand brauche ich pro LED?
  • Kann ich mehrere LEDs hintereinander an einen Widerstand hängen?
  • Die LEDs sind beim Probieren furchtbar grell. Wie bekommt man das gemütlich hin, so wie eine Stubenlampe um 1960?


Hans

Schotter, Gras und Farbe – der Rest ist Geduld.


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21.09.2026 08:33
#2
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Servus Hans,

die Formel ist einfach: R = (Betriebsspannung − LED-Spannung) / Strom.

Eine warmweiße LED braucht etwa 3,0 V. Der oft genannte Nennstrom von 20 mA ist für Modellhäuser viel zu hell, daher dein Eindruck. Für Stubenlicht reichen 2 bis 5 mA.

  • 5 mA: (12 − 3) / 0,005 = 1800 Ohm, also 1,8 kOhm
  • 2 mA: (12 − 3) / 0,002 = 4500 Ohm, nächster Normwert 4,7 kOhm


Belastung des Widerstands bei 5 mA: 9 V x 0,005 A = 0,045 W. Die üblichen Widerstände mit 0,25 W sind also mehr als ausreichend.

Reihenschaltung geht: zwei LEDs hintereinander brauchen 6 V, bleiben 6 V für den Widerstand, bei 5 mA also 1,2 kOhm. Drei in Reihe würde ich bei 12 V nicht machen, da bleibt zu wenig Reserve für den Widerstand, und kleine Toleranzen verändern die Helligkeit deutlich.

Was gar nicht geht: mehrere LEDs parallel an einem gemeinsamen Widerstand.

Andreas

Rot heißt Halt – auch im Hobbykeller.


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21.09.2026 16:11
#3
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Vom alten Elektromeister noch die Sicherheitsseite. Dein Schaltnetzteil liefert vermutlich mehrere Ampere. Die LEDs brauchen davon fast nichts, aber bei einem Kurzschluss in einer dünnen Litze fließt alles, was das Netzteil hergibt, und dann wird das Drähtchen zum Heizdraht.

Deshalb: hinter dem Netzteil eine Feinsicherung, für die ganze Dorfbeleuchtung reicht 0,5 A flink. Und jedem Haus eine kleine Steckverbindung spendieren, dann kannst du es zum Basteln abnehmen, ohne zu löten.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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21.09.2026 16:53
#4
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Zur Stimmung, das ist mein Lieblingsthema. :)

  • Wände von innen lichtdicht machen, sonst leuchtet das ganze Haus wie eine Laterne. Erst schwarz streichen, dann hell drüber, das Helle streut das Licht schön im Raum.
  • Nicht jedes Fenster beleuchten. Zwei, drei erleuchtete Zimmer pro Haus wirken viel echter als Festbeleuchtung. Trennwände aus schwarzem Karton einziehen.
  • Unterschiedliche Helligkeiten: Küche heller, Wohnstube gedämpft, Treppenhaus funzelig. Also ruhig verschiedene Widerstände nehmen.
  • Hinter die Fenster dünnes Transparentpapier oder Gardinen aus Papiertaschentuch, dann sieht man die LED nicht als Punkt.


LG Lisa

Patina statt Plastikglanz.


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21.09.2026 20:56
#5
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Für die Trennwände drucke ich mir kleine Lichtkästen: ein offener Quader in Zimmergröße, innen weiß, außen schwarz, mit einem Loch für die LED in der Decke. Der wird einfach von innen hinter das Fenster geklebt. Geht natürlich genauso gut aus Karton, wenn man keinen Drucker hat.

Vorteil: Die Kabel laufen außerhalb der Kästen nach unten und sind durch die Fenster nicht zu sehen.

Nils

Druckt, was es nicht zu kaufen gibt.


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21.09.2026 21:09
#6
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Herrschaftszeiten, das ist ja ein richtiger Lehrgang geworden. Stand nach dem Wochenende:

Innenanstrich wie von Lisa beschrieben, erst Schwarz, dann ein gebrochenes Weiß. Dafür bin ich ja vom Fach. Lichtkästen aus schwarzem Fotokarton. Pro Haus zwei bis drei LEDs, jede mit eigenem Widerstand: Wohnstuben mit 4,7 kOhm, Küchen mit 1,8 kOhm, beim Wirtshaus die Gaststube mit 1,2 kOhm, da ist schließlich etwas los.

Sicherung 0,5 A ist drin, jedes Haus hat einen zweipoligen Stecker.

Eine Frage noch, Andreas: Bei 34 LEDs, komme ich da mit dem Netzteil hin?

Schotter, Gras und Farbe – der Rest ist Geduld.


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22.09.2026 23:44
#7
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Locker. Selbst wenn alle 34 mit 5 mA liefen, wären das 0,17 A. Mit deinen Werten liegst du eher bei 0,1 A, das Netzteil langweilt sich. An derselben Versorgung kannst du später noch Straßenlampen und die Bahnsteigbeleuchtung betreiben.

Tipp für die Zukunft: Bau zwischen Netzteil und Dorf einen Schalter ein, oder gleich zwei Stromkreise. Dann geht abends erst im Wirtshaus das Licht an und später in den Schlafstuben.

Rot heißt Halt – auch im Hobbykeller.


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22.09.2026 23:50
#8
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Zwei Stromkreise werden es. Das Wirtshaus bleibt am längsten hell, wie im echten Leben.

Gestern Abend zum ersten Mal Raumlicht aus und Dorf an. Meine Frau ist eigens in den Keller gekommen, das will etwas heißen. Danke euch allen!

Hans

Schotter, Gras und Farbe – der Rest ist Geduld.


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