Rückblick Fahrtreffen Herford: 62 Meter Strecke und ein verirrter Kohlenzug
#1
Hallo zusammen,
das Wochenende in Herford liegt hinter uns, die Module sind wieder im Keller, und ich kann endlich in Ruhe berichten.
Die Zahlen: 14 Teilnehmer, 38 Module, 62 m Strecke in einer Mehrzweckhalle, drei Bahnhöfe, zwei Abzweige, eine Blockstelle und am Ende eine Hafenbahn. Aufgebaut wurde am Freitag ab 15 Uhr, der erste Zug rollte um 21:40 Uhr. Gefahren haben wir am Samstag zwei Fahrplansitzungen und am Sonntag eine, jeweils rund drei Stunden nach Modelluhr.
Was gut lief: der Aufbau, die Stimmung, der Fahrplan. Was nicht gut lief: Am Samstagmorgen stand die halbe Strecke, weil zwei Boosterbezirke gegeneinander verpolt waren. Die Fehlersuche hat 50 Minuten gedauert.
Danke an alle, die dabei waren. Ergänzt gern eure Eindrücke!
Gruß, Micha
#2
Moin,
für mich war es das erste Treffen, und die Hafenbahn hat es überlebt. Der Transport Deckel an Deckel hat funktioniert, nichts abgebrochen.
Meine Lehre des Wochenendes: Kupplungshöhe. Zu Hause kuppeln meine Wagen untereinander einwandfrei. Im Arrangement kamen Wagen von sechs anderen Leuten in den Hafen, und jeder dritte hing einen halben Millimeter höher oder tiefer. Das Entkuppeln am Kai wurde zum Geduldsspiel. Ich baue mir jetzt eine Kupplungslehre und stelle sie beim nächsten Mal an die Hafeneinfahrt.
Trotzdem: beste Rangierabende seit Langem. Sechs Wagen im Zulauf, alle zwanzig Minuten ein neuer Zug.
#3
Hallo zusammen,
auch für meine Blockstelle war es die Premiere. Sie stand mitten auf dem längsten Streckenabschnitt, und ich hatte am Samstag kaum Zeit für einen Kaffee: Zugmeldungen annehmen, Signal ziehen, Zug durchlassen, Rückmeldung geben.
Die Beine haben gehalten, die Signale haben keinen einzigen Fehler gemacht. Was ich unterschätzt hatte, war das Sprechen. Man muss die Meldungen wirklich kurz und immer im selben Wortlaut geben, sonst gibt es Missverständnisse. Nach der ersten Sitzung haben wir uns auf feste Formulierungen geeinigt, danach lief es ruhig.
Ein großes Dankeschön an Micha für die Organisation.
Grüße, Susanne
#4
Tach zusammen,
als derjenige, der den Fahrplan verbrochen hat, ein kurzes Fazit: 22 Züge pro Sitzung waren für 62 Meter eingleisige Strecke genau richtig. Am Samstagvormittag sind wir nach der Boosterpanne mit 35 Minuten Verspätung gestartet, bis zum Mittag war sie auf acht Minuten abgebaut. Das hat bei der großen Bahn schon schlechter geklappt. ;)
Susannes Punkt mit den Meldungen ist der wichtigste: Zugmeldungen im festen Wortlaut. Ich schreibe für das nächste Treffen eine halbe Seite mit den fünf Sätzen, die man wirklich braucht, und stelle sie hier ein.
Gruß aus Köln, Uwe
#5
Glück auf,
ich war als Gastfahrer ohne Modul dabei und muss gestehen: Der verirrte Kohlenzug aus der Überschrift war meiner. Ich habe am Abzweig das falsche Gleis erwischt und stand mit zehn Selbstentladewagen plötzlich im Hafen. Stefan hat sehr norddeutsch reagiert und nur gefragt, ob ich die Kohle lose oder im Sack liefere.
Davon abgesehen war es großartig. Eine 94er, die 62 Meter am Stück unter Last fahren darf, klingt anders als auf meinen vier Metern daheim. Fürs nächste Mal baue ich ein eigenes Modul, eine Verladestelle steht schon auf dem Zettel.
#6
Das klingt nach einem richtig guten Wochenende. Ich hab eure Berichte jetzt zweimal gelesen.
Darf man bei so einem Treffen eigentlich auch als Anfänger ohne Modul vorbeikommen, so wie Holger? Oder muss man schon Ahnung von Fahrplan und Zugmeldungen haben? Ich hätte nur meine eine Lok und ein paar Wagen von Opa, und ich will niemandem den Betrieb durcheinanderbringen.
#7
Hallo Ben,
unbedingt vorbeikommen! Gastfahrer sind bei uns ausdrücklich willkommen, und niemand erwartet, dass du den Fahrplan auswendig kannst. Du bekommst für die erste Sitzung einen erfahrenen Mitfahrer an die Seite und einen einfachen Zug, zum Beispiel einen Nahverkehrszug, der an jedem Bahnhof hält. Nach einer Stunde hast du das Prinzip verstanden.
Deine Lok kannst du mitbringen, wenn sie zu unserem System passt. Wir fahren Zweileiter digital. Schreib mir vorher, was du hast, dann schauen wir, ob wir sie einsetzen können oder ob du ein Leihfahrzeug bekommst.
Das nächste Treffen ist fürs Frühjahr geplant. Den Termin kündige ich hier an.
Gruß, Micha
#8
Hallo zusammen,
zur Boosterpanne, damit die 50 Minuten nächstes Mal fünf werden: Wenn an der Trennstelle zwischen zwei Boosterbezirken die Polarität nicht übereinstimmt, gibt es einen Kurzschluss, sobald das erste Rad die Trennstelle überbrückt. Beide Booster schalten ab, und der Fehler sieht aus, als läge er überall.
Mein Vorschlag als festes Ritual beim Aufbau:
- jede Grenze mit einer Prüflampe über die Trennstelle messen, bevor ein Fahrzeug aufs Gleis kommt. Lampe dunkel heißt gleiche Polarität, Lampe hell heißt verdreht
- Einspeisestecker verpolungssicher ausführen und farbig markieren
- auf dem Aufbauplan eintragen, welcher Booster welchen Abschnitt speist
Das kostet zehn Minuten am Freitagabend.
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