Staubschutz für die Anlage: Folie, Vorhang oder Deckel?

27.09.2026 20:29
#1
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Guten Abend allerseits,

über den Sommer bin ich kaum im Hobbyraum gewesen, das Wetter war zu schön und der Garten zu groß. Jetzt, wo die Abende wieder länger werden, habe ich die Anlage aufgedeckt und bin erschrocken: Auf den Dächern liegt ein grauer Pelz, die Wiesen sehen aus wie nach einem Ascheregen, und die erste Lok ist nach einem halben Meter stehen geblieben.

Bisher habe ich nichts abgedeckt. Das soll sich ändern, bevor der Winter kommt. Was hat sich bei euch bewährt: Folie darüberlegen, ein Vorhang rundherum oder ein fester Deckel?

Es grüßt aus dem Harz, Karl

H0e und H0m · Harzer Schmalspur seit Jahrzehnten


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27.09.2026 20:40
#2
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Moin Karl,

Folie hatte ich jahrelang, dünne Malerfolie. Sie hält den Staub ab, hat aber zwei Haken: Sie bleibt an jedem Signal, jeder Tanne und jedem Telegrafenmast hängen, und beim Abnehmen rutscht der gesammelte Staub genau dorthin, wo er nicht hin soll.

Wenn Folie, dann mit Gestell. Ich habe mir aus dünnen Leisten vier Bügel gebaut, die in Löcher am Anlagenrand gesteckt werden und die Folie wie ein Zeltdach tragen. Beim Abdecken rolle ich sie von vorn nach hinten auf, mit dem Staub nach innen.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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28.09.2026 07:37
#3
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Unsere Module haben fürs Lager feste Hauben aus dünnem Sperrholz, das ist der beste Schutz überhaupt, aber für eine Heimanlage zu sperrig.

Was ich zu Hause gebaut habe, liegt dazwischen: leichte Rahmen aus Leisten, mit dünnem Baumwollstoff bespannt, jeweils 1,20 m lang. Sie liegen auf kleinen Klötzen an der Kulisse und an der Vorderkante auf. Abnehmen dauert eine Minute, und anders als Folie lädt sich Stoff nicht auf und zieht den Staub nicht an.

Micha

Module verbinden – Menschen auch.


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29.09.2026 00:26
#4
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Ich würde zusätzlich an der Quelle ansetzen, denn Abdecken behandelt nur das Symptom. Die drei üblichen Staublieferanten im Hobbyraum:

  • ein roher Betonboden, der bei jedem Schritt abreibt. Einmal mit Bodenfarbe versiegeln.
  • eine offene Kellerdecke oder unverkleidete Dämmung über der Anlage
  • Textilien, also Teppich und Polstermöbel


Elektrisch ist Staub übrigens mehr als ein Schönheitsfehler. Zusammen mit dem Ölfilm auf den Schienen bildet er eine isolierende Schicht. Das erklärt deine stehen gebliebene Lok, und bei Rückmeldern führt es zu Aussetzern.

Viele Grüße, Susanne

Signale, Blöcke, Fahrstraßen – am liebsten am PC gestellt


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29.09.2026 07:35
#5
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Und für den Pelz, der schon da ist: bitte nicht mit Druckluft drangehen, die verteilt alles nur neu und reißt Figuren mit.

Besser: ein großer, sehr weicher Pinsel, wie man ihn für Puder nimmt, und in der anderen Hand das Staubsaugerrohr mit einem Stück Strumpf davor, fünf Zentimeter Abstand. Mit dem Pinsel lösen, der Sauger nimmt den Staub aus der Luft. Was sich doch losreißt, hängt im Strumpf und nicht im Beutel.

Bei Wiesen in Halmrichtung von unten nach oben pinseln, dann stehen die Fasern danach wieder.

LG Lisa

Patina statt Plastikglanz.


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29.09.2026 08:01
#6
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Habt vielen Dank. Ich habe heute zuerst nach Lisas Methode geputzt, das hat einen Nachmittag gedauert und einen halben Strumpf voll Staub gebracht. Die Lok läuft wieder, nachdem auch die Schienen abgerieben sind.

Für die Zukunft baue ich Michas Stoffrahmen nach, drei Stück für meine 3,60 m. Und der Betonboden wird gestrichen, Susanne hat ganz recht, der staubt bei jedem Schritt.

Im Lokschuppen hätte früher übrigens niemand über ein bisschen Staub geklagt. Da war man froh, wenn man abends die eigene Mütze wiedererkannt hat.

Karl

H0e und H0m · Harzer Schmalspur seit Jahrzehnten


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