Eingriffstiefe unterschätzt – 1,10 m waren ein Fehler

20.01.2026 07:30
#1
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Moin zusammen,

ein Geständnis zum Jahresanfang, damit andere nicht denselben Unsinn bauen. In der hinteren linken Ecke meiner Anlage liegt eine Weiche 1,10 m von der Vorderkante entfernt. Beim Planen dachte ich: Da komme ich schon irgendwie hin.

Komme ich auch. Mit Tritthocker, einem Knie auf dem Rahmen und angehaltenem Atem. Gestern ist dort ein Wagen entgleist, und beim Bergen habe ich mit dem Ellbogen einen Signalmast umgelegt und zwei Tannen geköpft.

Jetzt überlege ich: nachträglich eine Einstiegsluke sägen oder die Ecke gleich umbauen? Die Weiche gehört zur Einfahrt des Bahnhofs, ganz weg kann sie nicht.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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20.01.2026 13:41
#2
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Hallo Willi,

eine Luke geht auch nachträglich, wenn der Rahmen darunter Platz lässt. Schau zuerst von unten, wo die Spanten laufen. Du brauchst eine freie Öffnung von mindestens 45 x 45 cm, sonst kommst du mit den Schultern nicht durch.

Den Deckel sägst du mit schräg gestelltem Blatt aus, etwa 15 Grad. Dann liegt er wie ein Korken in der Öffnung und kann nicht durchfallen. Die Schnittfuge versteckst du an einem Weg, einer Hecke oder einer Mauer. Eine Wiese mit Bauernhof obendrauf, zwei Grifflöcher unter abnehmbaren Büschen, und keiner sieht etwas.

Gruß, Bernd

Schwarzwaldbahn in H0 · Kehrtunnel im Bau


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20.01.2026 14:14
#3
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Hallo Willi,

danke für die Offenheit, solche Beiträge sparen anderen viel Lehrgeld. Meine Regeln, die genau daraus entstanden sind:

  • Eingriffstiefe 60 bis 70 cm, mit Tritt höchstens 80 cm
  • keine Weiche, kein Entkuppler und kein Signal weiter als 50 cm von der Kante
  • ganz hinten nur, was nie Wartung braucht: gerades Gleis, Hintergrundhäuser, Wald


In deinem Fall würde ich beides tun: Luke nach Bernds Rezept und zusätzlich prüfen, ob die Weiche 30 cm weiter nach vorn in den Bogen wandern kann. Eine Bogenweiche an der Stelle verlängert sogar dein Bahnhofsgleis.

Tom

Erst planen, dann sägen.


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24.01.2026 10:06
#4
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Servus Willi,

bei Gebirgsanlagen ist es noch gemeiner, da ist hinten nicht nur weit, sondern auch hoch. Ich habe mir deshalb eine Liegebrücke gebaut: eine 30 cm breite Bohle mit zwei Querhölzern, die sich vorn auf die Anlagenkante und hinten auf eine Leiste an der Wand legt. Da lege ich mich bäuchlings drauf und arbeite von oben, ohne irgendwo aufzustützen.

Sieht albern aus, rettet aber Tannen.

Martin

Gebirgsanlage H0 · Epoche V · Viadukte im Bau


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24.01.2026 10:14
#5
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Besten Dank, die Herren.

Es wird die Doppellösung: Unter der Ecke ist tatsächlich ein Feld von 50 x 60 cm frei, da kommt die Luke hin, mit schrägem Schnitt und Bauernhof als Deckel. Und die Weiche tausche ich gegen eine Bogenweiche weiter vorn, so wie Tom es beschreibt.

Martins Liegebrücke baue ich nicht nach. In meinem Alter kommt man da zwar rauf, aber nicht mehr würdevoll runter.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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