Tunnelportal und die ersten 30 cm dahinter

14.02.2026 19:54
#1
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Moin zusammen,

das Winterprojekt ist der Berg über der Wendeschleife. Zwei Portale sind gesetzt, eins davon liegt gut sichtbar vorn an der Anlagenkante. Und genau da ärgere ich mich: Wer sich bückt und hineinschaut, sieht nach zehn Zentimetern rohes Sperrholz, einen Spant und ein Kabelbündel.

Wie gestaltet ihr das Innere? Und wie haltet ihr den Tunnel trotzdem zugänglich? Bei mir entgleist grundsätzlich nur dort etwas, wo man nicht hinkommt.

Gruß aus Nordhessen, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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16.02.2026 07:21
#2
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Hallo Willi,

ich baue hinter jedes Portal eine Röhre von 25 bis 30 cm Länge. Bei meinen Kehrtunneln ist das Pflicht, da schaut jeder hinein.

Material: dünner Karton, über eine Schablone im Tunnelprofil gebogen. Die ersten fünf Zentimeter bekommen eine geprägte Mauerwerksplatte, dahinter reicht der Karton. Alles mattschwarz, am Scheitel fast reines Schwarz, an den Wänden mit etwas Grau und Braun gebrochen. Der Schotter läuft im Tunnel durch, das wird gern vergessen.

Vorher unbedingt den längsten Wagen durchschieben, vor allem im Bogen. Der Überhang in der Mitte ist größer, als man glaubt.

Gruß, Bernd

Schwarzwaldbahn in H0 · Kehrtunnel im Bau


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21.02.2026 07:51
#3
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Zum Ruß kann der alte Lokführer etwas beitragen. Über einem Portal, durch das Dampfloks fahren, steht eine schwarze Fahne am Mauerwerk, die nach oben breiter und blasser wird. Am höher gelegenen Portal ist sie meist kräftiger, weil der Tunnel wie ein Kamin zieht.

Im Tunnel selbst war es bei Bergfahrt kein Vergnügen. Fenster zu, Klappen zu, und der Heizer hat vorher noch einmal ordentlich aufgelegt, damit er drinnen nicht schaufeln musste. Wenn wir oben herauskamen, hat man erst einmal tief durchgeatmet.

Es grüßt aus dem Harz, Karl

H0e und H0m · Harzer Schmalspur seit Jahrzehnten


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21.02.2026 08:26
#4
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Zwei Details fürs Portal, weil ich es nicht lassen kann: Viele Portale tragen im Schlussstein die Jahreszahl der Fertigstellung, und neben dem Portal steht eine kleine Tafel mit Tunnelname und Länge. Beides kostet zehn Minuten und wird von jedem Besucher entdeckt.

Und der Stein sollte zur Gegend passen. In Nordhessen wäre das roter oder gelblicher Sandstein, kein grauer Granit.

Jürgen

Niete gezählt, Welt in Ordnung.


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21.02.2026 09:12
#5
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Besten Dank, die Röhre ist gebaut. Karton über einen Holzkern gebogen, vorne Mauerwerk, innen schwarz, Schotter durchgezogen. Beim Hineinschauen sieht man jetzt nur noch Dunkelheit, und so soll es sein.

Zum Zugang: Die Röhre endet nach 30 cm offen, dahinter ist der Berg hohl und von unten durch ein Griffloch erreichbar. Aus der Geschichte mit meiner unerreichbaren Weiche habe ich gelernt.

Die Rußfahne nach Karl ist drauf, die Jahreszahl nach Jürgen auch: 1958. Ein guter Jahrgang.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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