Anlagenhöhe: 95 cm oder 130 cm? Erfahrungen gesucht
#1
Hallo zusammen,
für den Neubau meiner TT-Anlage zu Hause muss ich mich auf eine Höhe festlegen, bevor ich die Beine zuschneide. Die alte Anlage stand auf 95 cm, das war bequem zum Bauen, aber man hat immer von oben auf die Dächer geschaut – Hubschrauberperspektive.
Jetzt überlege ich, auf 130 cm zu gehen. Dann schaut man den Zügen fast auf Augenhöhe entgegen. Ich fürchte aber, dass Bauen und Eingreifen zur Turnübung werden.
Wie hoch sind eure Anlagen, und würdet ihr es wieder so machen?
Beste Grüße aus Dresden, Thorsten
#2
Hallo Thorsten,
bei unseren Treffen stehen die Module auf 1,00 m Schienenoberkante, eine befreundete Gruppe fährt auf 1,30 m. Ich kenne also beides aus dem Betrieb.
1,30 m sieht großartig aus, keine Frage. Aber nach einem Tag Rangieren mit erhobenen Armen merkst du die Schultern, und Kinder sehen ohne Podest nur die Unterkante. Auf 1,00 m ist es umgekehrt: bequem, aber man schaut auf die Dächer.
Wenn ich nur für mich bauen würde, läge ich irgendwo dazwischen.
Micha
#3
Ich werfe das Alter in die Waagschale. Meine Anlage steht auf 85 cm, weil ich sie vom Bürostuhl aus bediene. Im Sitzen ist das fast Augenhöhe, und mein Rücken dankt es mir jeden Abend.
Die Frage ist also weniger, wie groß du bist, sondern ob du beim Fahren stehst oder sitzt.
Gruß, Willi
#4
Meine Regalanlage ist auf 1,45 m geplant, allerdings aus der Not heraus: Darunter steht der Schreibtisch. Bei kleinen Spurweiten gewinnt die Wirkung durch die Höhe enorm, weil man die geringe Anlagentiefe gar nicht mehr wahrnimmt.
Für die Bauphase habe ich mir vorgenommen, alles auf dem Tisch vorzubereiten und erst zum Schluss hochzuhängen.
Viele Grüße, Nadine
#5
Was oft vergessen wird: Mit der Höhe sinkt die erreichbare Tiefe. Auf 95 cm greifst du bequem 70 cm weit, weil du dich über die Kante beugen kannst. Auf 130 cm sind es noch gut 50 cm, darüber hinaus brauchst du einen Tritt.
Höhe und Anlagentiefe also immer zusammen planen. Eine hohe Anlage muss schmal sein, eine tiefe Anlage niedrig.
Als Faustregel für stehenden Betrieb hat sich bewährt: Schienenoberkante etwa auf Höhe der Achseln, minus eine Handbreit.
Tom
#6
Bei mir liegt die Schienenoberkante auf ungefähr 0 cm. Vorteil: Eingriffstiefe unbegrenzt. Nachteil: Die Knie gehören inzwischen fest zum Gleisbauwerkzeug.
Im Ernst: Den Bahnhof habe ich letztes Jahr auf ein Hochbeet in 70 cm gelegt. Die beste Entscheidung seit Jahren.
Gerd vom Gartengleis
#7
Danke für die vielen Blickwinkel, das war lehrreich – Gerds Nullniveau eingeschlossen :D
Ich gehe auf 115 cm und begrenze die Tiefe auf 60 cm. Als Physiklehrer habe ich es natürlich ausprobiert: zwei Böcke, ein Brett, Bücherstapel drunter und eine Lok drauf. Bei 115 cm stimmen Blick und Schulter für mich gleichermaßen.
Die Anlage der Schul-AG bleibt dagegen auf 85 cm, die Fünftklässler sollen ja auch etwas sehen.
Beste Grüße, Thorsten
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