Rückmeldung im Schattenbahnhof: Stromfühler, Lichtschranke oder Kontakt?

16.03.2026 14:24
#1
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Hallo zusammen,

der Rohbau für meinen Schattenbahnhof steht: sechs Gleise mit je 2,40 m Nutzlänge, 28 cm unter der oberen Ebene, also später nicht mehr einsehbar. Holz kann ich, Elektronik ist nicht mein Handwerk, deshalb frage ich lieber, bevor ich Gleise verlege.

Ich möchte am Stellpult sehen, welche Gleise belegt sind, und später vielleicht einmal per PC steuern. H0, Zweileiter, DCC.

Was ist dafür die vernünftigste Art der Rückmeldung? Ich lese von Stromfühlern, Lichtschranken, Reedkontakten und Schaltgleisen und weiß nicht, was davon auf Dauer zuverlässig ist. Jetzt, solange die Platte offen liegt, kann ich noch alles vorbereiten.

Grüße aus dem Schwarzwald, Bernd

Schwarzwaldbahn in H0 · Kehrtunnel im Bau


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16.03.2026 16:10
#2
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Hallo Bernd,

für Zweileiter und mit Blick auf eine spätere PC-Steuerung ist die Belegtmeldung über Stromfühler der Standard. Prinzip: Jeder Meldeabschnitt wird in einer Schiene beidseitig isoliert und über einen eigenen Eingang des Rückmelders gespeist. Sobald im Abschnitt Strom fließt, also eine Lok, ein beleuchteter Wagen oder ein Radsatz mit Widerstand steht, meldet der Baustein „belegt“.

Vorteil gegenüber Kontakten und Reedschaltern: Die melden nur einen Moment, nämlich das Überfahren. Der Stromfühler meldet einen Zustand, und zwar so lange, wie etwas auf dem Gleis steht. Nach dem Einschalten der Anlage weiß die Steuerung sofort, was wo steht.

Für die spätere PC-Steuerung würde ich jedes Abstellgleis in zwei Abschnitte teilen: einen langen Fahrabschnitt und einen kurzen Halteabschnitt von etwa 40 cm am Ende.

Viele Grüße, Susanne

Signale, Blöcke, Fahrstraßen – am liebsten am PC gestellt


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16.03.2026 16:45
#3
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Der Vollständigkeit halber, falls Dreileiterfahrer mitlesen: Bei uns ist es noch simpler. Eine der beiden Außenschienen wird im Abschnitt isoliert und an den Rückmelder gelegt. Jede Achse mit Metallrädern verbindet sie mit der anderen Außenschiene, also mit Masse, und schon ist „belegt“ gemeldet. Jeder Wagen meldet, ganz ohne Zutun.

Für dich als Zweileiterfahrer gilt Susannes Weg.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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16.03.2026 17:15
#4
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Was beim Stromfühler dazugehört: Wagen ohne eigenen Stromverbrauch sind für ihn unsichtbar. Damit auch das Zugende erkannt wird, bekommt mindestens der letzte Wagen Widerstandsradsätze. Entweder fertig gekauft oder selbst gemacht: ein SMD-Widerstand mit 10 kOhm über die Isolierbuchse des Radsatzes, mit etwas Leitsilber kontaktiert. Bei 16 V Gleisspannung fließen dann 1,6 mA, das erkennen übliche Melder sicher, und die Verlustleistung ist mit rund 26 mW vernachlässigbar.

Bei 2,40 m Nutzlänge würde ich bei Ganzzügen jeden dritten bis vierten Wagen ausrüsten. Dann siehst du auch einen abgerissenen Zugteil.

Gruß, Dirk

CV 29 ist kein Hexenwerk.


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16.03.2026 17:58
#5
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Danke, das leuchtet ein. Dann werden es Stromfühler mit zwei Abschnitten pro Gleis.

Eine Sorge bleibt: Was ist, wenn ein Zug zu weit fährt? Am Ende der Gleise kommt bei mir die Weichenstraße, und wenn dort ein Zug in die Fahrstraße des Nachbarn hineinragt, sehe ich das unten nicht.

Schwarzwaldbahn in H0 · Kehrtunnel im Bau


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16.03.2026 18:37
#6
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Dafür nehmen wir auf Fahrtreffen in den verdeckten Bereichen zusätzlich Lichtschranken, und zwar genau an der Stelle, die frei bleiben muss, also am Grenzzeichen vor der Weichenstraße. Infrarot-Sender auf der einen Seite, Empfänger gegenüber, leicht schräg über das Gleis, damit auch Kupplungslücken nicht als „frei“ durchgehen.

Das ist unabhängig von Radsätzen und Stromaufnahme und meldet alles, was körperlich im Weg steht, auch einen entgleisten Wagen. Als Tischler sage ich dir: Bau dir dafür kleine Holzklötzchen mit Bohrung als Halter, bevor die Gleise liegen.

Micha

Module verbinden – Menschen auch.


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16.03.2026 19:23
#7
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Michas Vorschlag ergänzt sich gut mit den Stromfühlern: Belegtmeldung für den Zustand, Lichtschranke als Profilfreimeldung am Grenzzeichen. Beide lassen sich auf denselben Rückmeldebus legen.

Und noch ein Rat zur Verdrahtung: Führe jede Abschnittsleitung beschriftet auf eine Klemmleiste am Anlagenrand. Bei zwölf Abschnitten plus Lichtschranken dankst du dir das in zwei Jahren.

Signale, Blöcke, Fahrstraßen – am liebsten am PC gestellt


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17.03.2026 08:12
#8
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So wird es gemacht. Die Trennstellen säge ich gleich beim Verlegen, die Halter für die Lichtschranken fräse ich aus Buchenleisten, und die Klemmleiste kommt vorn an den Rahmen. Beschriftet wird mit dem Brennstempel, da bin ich eigen. ;)

Vielen Dank für die geduldigen Erklärungen.
Bernd

Schwarzwaldbahn in H0 · Kehrtunnel im Bau


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