CV 29 entschlüsselt: welches Bit macht was
#1
Weil die Frage alle paar Wochen kommt, hier einmal die Übersicht zu CV 29 bei Lokdecodern im DCC-Betrieb. Man addiert einfach die Werte aller Bits, die man gesetzt haben will.
- Bit 0 (Wert 1): Fahrtrichtung vertauscht
- Bit 1 (Wert 2): 28/128 Fahrstufen statt 14
- Bit 2 (Wert 4): Analogbetrieb erlaubt
- Bit 3 (Wert 8): RailCom eingeschaltet
- Bit 4 (Wert 16): Geschwindigkeitskennlinie aus CV 67 bis 94 statt aus CV 2, 5 und 6
- Bit 5 (Wert 32): lange Adresse aus CV 17/18 statt kurzer Adresse aus CV 1
Bit 6 und 7 lässt man bei Lokdecodern in Ruhe.
Beispiele: Der häufige Auslieferungswert 6 bedeutet 2 + 4, also 28/128 Fahrstufen und Analogbetrieb erlaubt. Wer zusätzlich RailCom will, landet bei 14. Wer eine lange Adresse nutzt und den Analogbetrieb abschaltet, kommt auf 2 + 32 = 34.
Fragen gern hier drunter.
Dirk
#2
Danke für die Übersicht, Dirk! Zur Kontrolle, ob ich es verstanden habe: Mein Triebwagen meldet beim Auslesen CV 29 = 38. Das wären dann 32 + 4 + 2, also lange Adresse, Analogbetrieb erlaubt, 28/128 Fahrstufen. Richtig?
Und wenn ich die Fahrtrichtung umdrehen möchte, weil der Wagen „rückwärts“ als vorwärts ansieht, schreibe ich 39?
Viele Grüße, Nadine
#3
Ich hänge mich mit einem Problem an, das vielleicht hierher passt. Bei meiner Köf verhält sich das Spitzenlicht seltsam: Ich schalte es ein, es leuchtet. Drehe ich den Regler eine Stufe weiter, geht es aus, bei der nächsten Stufe wieder an, und so fort. Im Stand bleibt es stabil.
Beim Auslesen bekomme ich CV 29 = 4. Ist der Decoder defekt, oder habe ich etwas verstellt?
Herzliche Grüße, Karin
#5
Karin, der Decoder ist in Ordnung, das ist der Klassiker schlechthin. Bei Wert 4 ist Bit 1 nicht gesetzt, dein Decoder erwartet also 14 Fahrstufen. Die Zentrale sendet aber vermutlich mit 28. Im 14er-Format steckt die Lichtinformation an der Stelle des Fahrbefehls, an der im 28er-Format die Zwischenstufe steht. Deshalb schaltet der Decoder bei jeder zweiten Fahrstufe das Licht um.
Abhilfe: CV 29 auf 6 setzen. Alternativ in der Zentrale die Lok auf 14 Fahrstufen stellen, aber das wäre der schlechtere Weg, die Köf fährt mit 28 oder 128 Stufen viel feiner.
Viele Grüße, Susanne
#7
Für meine Modellbahn-AG habe ich aus Dirks Liste ein Arbeitsblatt gemacht: Die Schüler bekommen einen Wert und müssen ihn in Zweierpotenzen zerlegen. Binärzahlen an einem Beispiel, bei dem am Ende wirklich eine Lok anders fährt, das bleibt besser hängen als jede Tafelübung.
Merkhilfe aus dem Unterricht: immer mit dem größten Wert anfangen. Passt die 32 hinein? Dann abziehen und mit 16 weitermachen.
Beste Grüße, Thorsten
#8
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