Zurüstsatz für die Köf II in CAD konstruiert – Maße und Erfahrungen
#1
Moin zusammen,
meine H0-Köf II hat angespritzte Griffstangen und recht kräftige Laternen. Weil ich nichts Passendes zum Nachrüsten gefunden habe, habe ich einen Zurüstsatz gezeichnet und in Resin gedruckt:
- drei Laternen mit hohlem Gehäuse für eine SMD-LED der Bauform 0402
- Rangierertritte mit Riffelblech-Struktur, 0,4 mm stark
- Pufferbohle mit Kupplungshaken und Bremsschlauch-Attrappen
- eine Bohrlehre zum Aufclipsen aufs Führerhaus für die Griffstangenlöcher
Erkenntnisse: Unter 0,4 mm Wandstärke wird Resin zum Glücksspiel. Die Griffstangen selbst drucke ich deshalb nicht, die biege ich aus 0,3-mm-Neusilberdraht – dafür ist die Bohrlehre da. Und Bohrungen zeichne ich 0,1 mm größer, als sie werden sollen, weil sie beim Drucken zulaufen.
Drei Durchgänge hat es gebraucht, bis die Laternen passten. Nächster Schritt: Lackieren.
Nils
Nils, das ist ja genau mein Thema!
Darf ich als Köf-Liebhaberin etwas zum Vorbild beisteuern? Die Köf II gab es mit offenem und mit geschlossenem Führerhaus, und Laternen, Tritte und Griffstangen unterschieden sich je nach Bauserie und Umbauzustand. In meinen Büchern findet sich kaum ein Foto, auf dem zwei Maschinen genau gleich aussehen. Vor dem Bohren also am besten ein Bild der konkreten Lok suchen, die du darstellen willst.
Und falls du einen zweiten Satz druckst: Ich wüsste eine Abnehmerin.
Herzliche Grüße, Karin
#3
Detailfrage vom Nietenzähler: drei Laternen pro Seite? Das Dreilicht-Spitzensignal kam bei den Kleinloks erst nach und nach. Wenn deine Köf früh in der Epoche III spielen soll, fuhr sie vermutlich noch mit zwei Laternen unten, die dritte oben wurde später nachgerüstet.
Die Rangierertritte samt Griffstangen an den Ecken sind dagegen ein Muss. Ohne die wäre der Rangierer zu Fuß gegangen.
Jürgen
#4
Zum Bohren der 0,3-mm-Löcher: Bohrer ins Stiftenklöbchen spannen und von Hand drehen, niemals in die Maschine. Diese Bohrer brechen schon beim scharfen Hinschauen.
Die Bohrlehre ist Gold wert, ohne sie verläuft der Bohrer an der Führerhauskante sofort. Den Draht nach dem Biegen von innen mit einem Hauch Sekundenkleber sichern, aufgetragen mit einer Nadelspitze.
Gruß, Rainer
#5
Lackier-Tipps, weil das dein nächster Schritt ist:
Resin-Teile erst grundieren und lackieren, dann an die Lok kleben. Die Laternen innen silbern oder weiß auspinseln, bevor die LED hineinkommt, sonst leuchtet das ganze Gehäuse durch.
Den Neusilberdraht vor dem Lackieren kurz mit Haftgrund für Metall behandeln. Ohne Haftgrund platzt die Farbe beim ersten Anfassen ab, und an Griffstangen fasst man nun mal an.
LG Lisa
#6
Danke euch!
Jürgen: Die dritte Laterne ist ein separates Teil, bleibt also eine Epochenfrage. Meine Köf bekommt alle drei, sie soll Mitte der Sechziger spielen.
Karin: Satz Nummer zwei läuft gerade durch den Drucker, ich melde mich per PN.
Lisa: Das Durchleuchten hatte ich beim ersten Versuch tatsächlich. Sah aus wie eine Köf mit Fieber :D
Nils
- Rund ums Forum
- Neuigkeiten & Ankündigungen
- Fragen & Anregungen zum Forum
- Vorstellungsrunde
- Anlagen & Projekte
- Meine Anlage
- Module & Segmente
- Dioramen & Kleinstanlagen
- Modellbahn nach Spurweiten
- Einsteigerfragen
- Spur H0
- Spur N, TT & Z
- Große Spuren & Gartenbahn
- Technik & Digital
- Digitalsteuerung & Decoder
- Elektrik & Elektronik
- Software & Automatisierung
- Umbauten, Eigenbau & 3D-Druck
- Planung & Bau
- Gleispläne & Anlagenplanung
- Landschaft & Gebäude
- Werkzeug & Material
- Vorbild & Fotografie
- Die große Bahn
- Eisenbahnfotografie
- Bücher, Filme & Links
- Treffpunkt
- Stammtische & Termine
- Plauderecke
- Umfragen
- Suche & Biete
- English Corner
- Welcome to our Forum
Ähnliche Themen
Jetzt anmelden!
Jetzt registrieren!