Flexgleis ablängen: Trennscheibe, Säge oder Zange?

23.09.2026 20:20
#1
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Hallo zusammen,

für die Regalanlage muss ich demnächst einige Meter N-Flexgleis ablängen und bin mit meinem bisherigen Werkzeug unzufrieden. Ich arbeite mit einer Trennscheibe im Minibohrer. Zwei Probleme:

  • Das Gerät ist so dick, dass ich die Scheibe nie senkrecht ans Gleis bekomme. Jeder Schnitt wird schräg.
  • Die Scheibe verkantet leicht, gestern ist mir die zweite zerbrochen.


Bei N-Profilen fällt jeder halbe Millimeter Schräge sofort auf, der Stoß klafft dann oben oder unten. Womit schneidet ihr? Lohnt sich eine spezielle Gleissäge oder eine Schienenzange?

Viele Grüße, Nadine

Spur N · Epoche IV/V · wenig Platz, viel Strecke


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23.09.2026 21:57
#2
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Hallo Nadine,

für saubere Schnitte am losen Gleis nehme ich eine Feinsäge mit sehr dünnem Blatt und feiner Zahnung. Wichtig ist die Führung: ein Hartholzklotz mit zwei eingesägten Nuten im Schienenabstand, den setzt du über das Gleis, dann kippen die Profile nicht weg und der Schnitt wird rechtwinklig.

Ohne Druck sägen, das Blatt arbeiten lassen. Danach mit der Schlüsselfeile den Grat abnehmen, auch am Schienenfuß, sonst lässt sich der Verbinder nicht aufschieben. Und die Innenkante am Schienenkopf minimal brechen, damit kein Spurkranz hängen bleibt.

Gruß, Rainer

Erst reinigen, dann ölen – aber sparsam.


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23.09.2026 23:24
#3
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Ich bin vor Jahren auf eine Schienenzange umgestiegen und gebe sie nicht mehr her. Das ist ein Seitenschneider mit einer völlig planen Seite. Die plane Seite zeigt zum guten Stück, die Zange wird von oben angesetzt, also Schienenkopf zu Schienenfuß, nicht von der Seite. Ein Druck, fertig, die Schnittfläche braucht nur noch zwei Feilenstriche.

Einzige Regel: nur für Neusilberprofile verwenden. Wer damit einmal Stahldraht kneift, hat eine Scharte in der Schneide und danach einen normalen Seitenschneider.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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24.09.2026 13:26
#4
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Die Trennscheibe hat trotzdem ihre Berechtigung, nämlich bei Gleisen, die schon liegen, etwa für Trennstellen oder an Modulkanten. Dort hilft eine biegsame Welle am Minibohrer: Das schlanke Handstück lässt sich fast senkrecht führen, dann stimmt auch der Winkel.

Und bitte, weil dir schon zwei Scheiben gebrochen sind: Schutzbrille auf. Die Bruchstücke fliegen genau in Augenhöhe weg. Bei uns im Verein gibt es ohne Brille keine Trennscheibe.

Micha

Module verbinden – Menschen auch.


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24.09.2026 14:16
#5
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Danke, das ergibt eine klare Arbeitsteilung:

  • Zange für den Zuschnitt am losen Gleis
  • Feinsäge mit Rainers Nutklotz für alles, was besonders genau werden muss
  • Trennscheibe nur noch mit biegsamer Welle und Brille für Trennstellen im verlegten Gleis


Den Nutklotz baue ich mir heute Abend, ein Rest Buche liegt noch im Keller.

Viele Grüße, Nadine

Spur N · Epoche IV/V · wenig Platz, viel Strecke


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