Kellerraum 3,80 x 2,60 m – erster Entwurf, bitte um Kritik

29.09.2026 19:13
#1
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Hallo zusammen,

der Kellerraum bei meinen Eltern ist endlich leer und ich darf rein. Maße: 3,80 x 2,60 m, Tür an der kurzen Seite, ein kleines Fenster gegenüber.

Mein Plan bisher: eine Platte 3,00 x 1,50 m mitten im Raum. Darauf ein zweigleisiges Oval, vorne ein Bahnhof mit vier Gleisen und kleinem Bw, innen zweigt eine Nebenbahn ab und klettert zu einem Bergdorf hoch. Die Rampe hat nach meiner Rechnung etwa 5 % Steigung, weil sie sonst nicht aufs Oval passt. Innen fahre ich den engen Radius aus Opas Startpackung (360 mm), außen den nächstgrößeren.

Thema soll irgendwas mit Mittelgebirge sein, Epoche ist mir ehrlich gesagt noch nicht so wichtig – Hauptsache, die Dampflok vom Opa darf fahren.

Was meint ihr? Bitte ehrlich, ich halte das aus :)

Gruß, Ben

Anfänger mit großen Plänen


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30.09.2026 07:57
#2
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Hallo Ben,

ehrlich ist bestellt, also:

  • Eine 1,50 m tiefe Platte erreichst du von keiner Seite bis zur Mitte. Mehr als 65 bis 70 cm Eingriffstiefe sind auf Dauer Quälerei.
  • Damit du rundherum kommst, bleiben dir bei 2,60 m Raumbreite gerade einmal 55 cm Gang auf jeder Längsseite. Das ist ein Schlauch, kein Bedienraum.
  • 5 % Steigung schafft die Lok vom Opa mit zwei Wagen, mit fünf nicht mehr. Plane mit höchstens 3 %, im Bogen eher weniger.


Mein Vorschlag: Dreh das Ganze um. Die Anlage läuft an den Wänden entlang, du stehst in der Mitte. Gleiche Gleislänge, viel bessere Erreichbarkeit und der Zug verschwindet auch mal aus dem Blick.

Tom

Erst planen, dann sägen.


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30.09.2026 21:34
#3
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Moin Ben,

Tom hat recht, auch wenn es wehtut. Ich habe vor Jahren eine Ecke mit 1,10 m Tiefe gebaut und seitdem ein inniges Verhältnis zu meinem Tritthocker.

Eine Frage vorweg: Opas Startpackung, ist das Mittelleiter mit Bettungsgleis? Dann hast du nämlich einen Vorteil, den die Zweileiter-Kollegen nicht haben: Wendeschleifen brauchen bei dir keinerlei Sonderschaltung. Das macht eine Anlage an der Wand entlang mit zwei Schleifen an den Enden sehr einfach.

Den 360er-Radius würde ich nur dort verbauen, wo man ihn nicht sieht.

Gruß, Willi

H0 Dreileiter · Epoche III · analog angefangen, digital angekommen


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30.09.2026 22:08
#4
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Autsch, aber danke :D

Ja, ist Mittelleiter mit Bettungsgleis, zwei Weichen und ein Trafo waren auch dabei. Das mit den Wendeschleifen ohne Extra-Elektrik klingt nach genau meinem Niveau.

An der Wand entlang hatte ich verworfen, weil ich dachte, dann passt kein Kreis mehr. Wie tief müssen die Enden denn sein, damit der Zug wenden kann?

Anfänger mit großen Plänen


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30.09.2026 22:50
#5
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Hallo Ben,

ein Tipp aus dem Zeichenbüro, bevor du weiterplanst: Zeichne zuerst den Raum, nicht die Anlage. Maßstäblich, mit Türaufschlag, Fensterbank, Heizkörper, Steckdosen und Lichtschalter. Erst danach die Anlagenkante. Du wirst staunen, wie viel sich dadurch von selbst entscheidet.

Und wenn der Plan steht: Packpapier in Originalgröße auf den Boden legen, Gleise drauflegen, einmal drumherum laufen. Kostet einen Abend und spart Wochen.

Viele Grüße, Nadine

Spur N · Epoche IV/V · wenig Platz, viel Strecke


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30.09.2026 23:04
#6
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Zur Wendeschleife: Rechne mit zweimal Radius plus Rand. Beim zweiten Radius deines Systems (437,5 mm) sind das rund 95 cm Tiefe am Schleifenende.

Konkret für deinen Raum:

  • langer Schenkel an der 3,80-m-Wand, 65 cm tief, darauf der Bahnhof
  • Verbindung vor dem Fenster, 50 cm tief, mit herausnehmbarem Stück, falls das Fenster aufgehen muss
  • kurzer Schenkel gegenüber, etwa 2,20 m lang, damit die Tür frei bleibt
  • an beiden Enden eine Verdickung auf 95 cm für die Schleifen, gegeneinander versetzt, sonst wird der Gang zu eng


In der Mitte bleiben dir so gut 1,20 m zum Stehen. Die Nebenbahn kann auf dem kurzen Schenkel hochziehen, dort hast du Länge für 3 %.

Erst planen, dann sägen.


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01.10.2026 20:23
#7
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Das ist ja ein komplett anderer Plan – aber ich sehe ein, dass er besser ist. Ich zeichne am Wochenende erst den Raum (danke Nadine, den Lichtschalter hätte ich garantiert zugebaut) und lege dann Packpapier aus.

Melde mich mit Version 2. Danke euch dreien!

Gruß, Ben

Anfänger mit großen Plänen


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01.10.2026 21:13
#8
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Glück auf Ben,

lass dich nicht entmutigen, so einen ersten Plan hatte jeder von uns in der Schublade. Meiner hatte sogar 6 % und eine Drehscheibe, an die man nur mit der Angel gekommen wäre.

Ein Gedanke noch, weil der Keller bei deinen Eltern ist: Bau die Schenkel als einzelne Kästen von höchstens 1,30 m Länge und schraub sie zusammen. Irgendwann ziehst du aus, und dann geht die Anlage mit, statt zersägt zu werden.

Holger

Epoche II/III · Zweileiter DCC · Ruhrgebiet im Modell


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01.10.2026 21:34
#9
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Ich konnte nicht bis zum Wochenende warten. Version 2, gezeichnet auf Karopapier, Raum zuerst:

  • langer Schenkel 3,80 x 0,65 m mit Bahnhof, drei statt vier Gleise, Nutzlänge 1,30 m
  • vor dem Fenster 50 cm tief, mit herausnehmbarem Mittelstück
  • kurzer Schenkel 2,20 m, darauf steigt die Nebenbahn mit 3 % und gewinnt gut 6 cm
  • Wendeschleifen an beiden Enden, die engen Radien liegen im Tunnel
  • alles in Kästen nach Holgers Vorschlag


Das Bergdorf liegt jetzt nur leicht erhöht, dafür muss die Nebenbahn nichts mehr überqueren.

Neue Frage: Fange ich mit Opas Trafo an, oder soll ich gleich digital einsteigen?

Anfänger mit großen Plänen


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01.10.2026 21:58
#10
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Hallo Ben,

fahr ruhig erst mit dem Trafo, aber verdrahte von Anfang an so, als wäre es digital. Das heißt: eine Ringleitung mit ordentlichem Querschnitt unter der Anlage und alle anderthalb bis zwei Meter eine Einspeisung ans Gleis. Keine Abschaltgleise mit Kippschaltern bauen, die brauchst du später nicht mehr.

Dann besteht der Umstieg nur aus zwei Schritten: Trafo gegen Zentrale tauschen, Decoder in die Lok. Wenn es so weit ist, melde dich mit dem Loktyp, dann schauen wir gemeinsam, was hineinpasst.

Dirk

CV 29 ist kein Hexenwerk.


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01.10.2026 22:31
#11
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Version 2 ist ein großer Schritt, Ben. Der Verzicht auf das vierte Bahnhofsgleis und auf die Überquerung war richtig, beides hätte dich Länge und Steigung gekostet.

Zwei Kleinigkeiten für Version 3:

  • Leg die Einfahrweichen des Bahnhofs nicht direkt an die Kastenfugen. 10 cm Abstand reichen.
  • Plane am herausnehmbaren Stück vor dem Fenster eine Stromabschaltung für je 40 cm Gleis links und rechts ein. Wenn das Stück fehlt, soll kein Zug in die Lücke fahren können.


Danach kann gesägt werden.

Tom

Erst planen, dann sägen.


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01.10.2026 23:03
#12
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Die Absturzsicherung am Fensterstück wäre mir im Leben nicht eingefallen. Wird beides eingezeichnet.

Drei Tage, zwei Versionen, und die dritte wird die beste. Danke an alle, ihr seid klasse! Am Samstag fahre ich Holz holen.

Gruß, Ben

Anfänger mit großen Plänen


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