Erstes Modul: Strecke im Einschnitt mit Feldwegbrücke – gerade oder im Bogen?

29.09.2026 22:45
#1
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Hallo zusammen,

nach Jahren an der Strecke mit der Kamera will ich endlich eine meiner Lieblingsfotostellen als Modul bauen: eingleisige Hauptbahn in einem Einschnitt, darüber eine gemauerte Feldwegbrücke mit einem einzigen Bogen, Epoche III. H0, Länge 1,20 m, Breite 50 cm, Kopfstücke sind bereits zugeschnitten.

Meine Frage, bevor ich die Trasse aussäge: Beim Vorbild liegt das Gleis an der Stelle in einem weiten Bogen, und genau der macht das Motiv aus. Der Zug kommt unter der Brücke hervor und legt sich leicht in die Kurve. Auf einem geraden Modul geht das verloren.

Kann ich das Gleis im Bogen über das Modul führen, oder muss ein Streckenmodul gerade sein? Und wenn Bogen: Welcher Radius ist bei 1,20 m Länge sinnvoll?

Gruß, Jürgen

Niete gezählt, Welt in Ordnung.


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30.09.2026 00:56
#2
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Hallo Jürgen,

ein Modul muss nicht gerade sein, es muss nur an beiden Kopfstücken stimmen: Gleis mittig, rechtwinklig zur Stirnfläche, die letzten 10 cm gerade. Dazwischen bist du frei.

Du hast zwei Möglichkeiten. Entweder ein gerader Kasten mit einem flachen S-Schwenk, dann stehen die Kopfstücke parallel, und der Bogen ist eher angedeutet. Oder ein echtes Bogenmodul, bei dem die beiden Kopfstücke gegeneinander verdreht sind und das ganze Modul die Richtung ändert.

Für dein Motiv würde ich das Bogenmodul nehmen. Arrangement-Planer freuen sich über jedes, weil man damit um Hallenecken und Säulen herumkommt. Gängig sind Winkel wie 15, 22,5 oder 30 Grad.

Module verbinden – Menschen auch.


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30.09.2026 01:55
#3
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Hallo Jürgen,

dann liefere ich die Zahlen dazu. Bei 22,5 Grad Richtungsänderung und rund 1,20 m Bogenlänge ergibt sich ein Radius von etwa 3,06 m. Das ist für H0 ein wunderbar weiter Bogen, in dem auch lange Schnellzugwagen ohne sichtbaren Überhang laufen.

Zieh an beiden Enden je 10 cm für die Gerade am Kopfstück ab, dann bleibt 1,00 m für den eigentlichen Bogen, und der Radius sinkt auf rund 2,55 m. Immer noch großzügig.

Wenn du es perfekt machen willst: 1 mm Überhöhung an der Außenschiene, zu den Kopfstücken hin über 20 cm auf null auslaufend. Am Kopfstück selbst muss das Gleis wieder exakt waagerecht liegen.

Gruß, Tom

Erst planen, dann sägen.


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30.09.2026 02:51
#4
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Servus Jürgen,

ein Einschnitt ist dankbar, weil die Böschungen den Zug einrahmen. Denk bei Epoche III dran, dass die Bahn ihre Böschungen damals kurz gehalten hat, wegen der Funken aus dem Schornstein. Also keine Büsche bis ans Gleis, sondern gemähtes, im Sommer eher gelbliches Gras, erst oben an der Kante Sträucher.

Ich würde drei Faserlängen mischen: 2 mm unten am Graben, 4 mm in der Fläche, oben vereinzelt 6 mm. Und unten am Böschungsfuß den Entwässerungsgraben nicht vergessen, der gehört zu jedem Einschnitt.

Gruß, Hans

Schotter, Gras und Farbe – der Rest ist Geduld.


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02.10.2026 06:17
#5
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Besten Dank, die Entscheidung ist gefallen: Es wird ein Bogenmodul mit 22,5 Grad. Ich habe die Trasse gestern nach Toms Zahlen aufgerissen, Radius 2,55 m mit je 10 cm Gerade an den Enden, und die Seitenwangen entsprechend schräg zugeschnitten. Die Überhöhung bekommt die Außenschiene durch einen untergelegten Kartonstreifen.

Hans, der Hinweis mit den kurz gehaltenen Böschungen stimmt genau mit meinen alten Aufnahmen überein, da wächst bis zur Oberkante nichts Höheres als Gras. Der Graben ist eingeplant.

Und die Brücke bekommt selbstverständlich die richtige Anzahl Wölbsteine. Ich habe sie auf dem Foto nachgezählt, es sind 27. Welt in Ordnung. ;)

Niete gezählt, Welt in Ordnung.


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